Forum zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget26.März 2010, Küstenmühle Rostock
Landesweites Forum
zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget.
Ein Bericht von Margit Glasow
Meine Erwartung hat sich bestätigt: Es hat sich einiges getan in Sachen Persönliches Budget in Mecklenburg-Vorpommern - nicht zuletzt durch das große Engagement der beiden Beratungsstellen, die in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Peer-Counseling-Prinzip von Betroffenen geleitet werden.
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Margit_Glasow_26.pdf
Forum zum TPB in RostockDer Allgemeine Behindertenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Kooperation mit dem „Ohne Barrieren“ e.V. Rostock hatte, am 26. März, in die Küstenmühle, zum 7. Landesweiten Forum zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) eingeladen.
Seit 2008 bieten die Regionalberatungsstelle des ABiM-V und die Beratungsstelle „Selbstbestimmt Leben“ des „Ohne Barrieren“ e.V. Beratungen an, um Unterstützung bei der Antragstellung und bei der Umsetzung des TPB zu geben.
Es freut mich, dass über 40 Leute aus Behörden, Berater und Betroffene aus Rostock, Bad Doberan und Neubrandenburg an der Fachtagung teilnahmen und gemeinsam die Belange von Menschen mit Behinderungen zur Thematik des Persönlichen Budgets mit den Leistungsträgern diskutierten und Erfahrungswerte austauschten.
P. Braun, 26.03.10
• Datei:
Tagesordnung_PBSchmidt_7._Forum.pdf
Die Regionalberatungsstelle stellt sich vor:
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flyer_2010-Schmidt2Braunpdf.pdf
Praxisbeispiel in der Hochschule zum TPBAm 17.11.09 berichtete Herr Schad aus seiner Beratungstätigkeit vor den Studenten des dritten Semesters Bachelor Gesundheitswissenschaften im Wahlpflichtfach „Recht der Rehabilitation und Prävention“, welche Probleme bei der Antragstellung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget in der Praxis noch immer bestehen.
Nach fast einem Jahr ist Herr Schad nunmehr zum zweiten Mal an der Hochschule Neubrandenburg als Gastreferent. Von der guten Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Verband profitieren beide Seiten. Erst unlängst am 9. Oktober hatte Herr Prof. Welti auf unserem 6. Forum zum TPB einen viel beachteten Vortrag gehalten.
Zu Beginn seiner Ausführungen ging Herr Schad auf die seit dem 01.01.2008 gültige Gesetzgebung ein. Danach schilderte er mittels einer anschaulichen Präsentation den komplizierten und bürokratischen Weg eines Antragstellers durch die Behörden.
Schwerpunkt des Referates war ein Praxisbeispiel bei der Beantragung und Umsetzung des Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets. Unfassbar war für die Studenten, dass die Ämter und Behörden das Antragsverfahren nicht fristgerecht bearbeiteten und den Vorgang unnötig hinauszögerten.
Obwohl der Budgetnehmer den Ämtern eine umfassende Zuarbeit seiner Bedarfe zur Verfügung stellte, wurde durch das zuständige Amt (Beauftragter) nicht das erforderliche Maß an Sorgfalt und Fingerspitzengefühl erbracht, um den Antrag zeit- und ordnungsgemäß abzuarbeiten.
In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere die unterschiedliche Herangehensweise bei der Bedarfs- und Kostenermittlung hinterfragt. Denn dieses Verfahren konnte in dieser Instanz nicht entgültig zu Ende geführt werden, so dass sich der Budgetnehmer gezwungen sieht Rechtsbeistand einzufordern.
Die Studenten zeigten großes Interesse an diesem Vortrag, bedankten sich für die sehr gute Aufarbeitung und Vermittlung dieses Themas und sind sehr gespannt auf den Ausgang dieses Rechtsstreites.
admin.P.B. 27.11.09
Projekttag gegen Gewalt in PenzlinPenzlin 18.11.09 Schubsen, kneifen, schlagen, treten – die Schüler der Penzliner Grundschule „An der Alten Burg“ wissen, was man nicht tun darf. Am Projekttag „Gegen Gewalt“ haben die Jungen und Mädchen sich mit unterschiedlichen Fragen zu diesem Thema auseinander gesetzt.
Besonders interessant fanden die Schüler der vierten Klasse das Leben von Christian Schad. Im Bürgerzentrum stand der Rollstuhlfahrer allen Fragen offen gegenüber und berichtete, dass er durch einen Unfall vor 35 Jahren in den Rollstuhl kam. „Wie reagieren die Menschen auf sie?“, wollten die Kinder gleich wissen. „Das ist sehr unterschiedlich“, so der Rollstuhlfahrer. Einigen mache das nichts aus, anderen schon. Die Technik an seinem Rollstuhl faszinierte die Kinder besonders. Und so durfte der eine oder andere den Rollstuhl selbst ein Stück steuern. „Ich mache die Arbeit mit Kindern schon einige Jahre“, berichtete Christian Schad. Er begegnet dabei immer aufmerksamen Zuhörern. Für ihn ist es wichtig, Kinder an die Problematik schon früh heranzuführen.
admin.PB. eingestellt 26.11.09
Lesen Sie weiter im Artikel von Frau Carolin Mieckley:
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Artikel_Nordkurier_Penzliner_Projekttage.pdf
Marktplatz zum Persönlichen Budget eingerichtet!Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Marktplatz zum Persönlichen Budget gestartet. Der Marktplatz bietet in seiner ersten Ausbaustufe allen, die sich für das Persönliche Budget interessieren, wichtige Informationen rund um dieses Thema.
admin.PB. eingestellt am 03.11.09
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weitere Informationen hier
Trägerübergreifendes Persönliches Budget noch in den KinderschuhenMit großer Erwartung haben heute, am 9. Oktober, über 50 Menschen an dem Forum zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) in der Begegnungsstätte am Blumenborn in Neubrandenburg teilgenommen. Unter den Teilnehmer/Innen waren MitarbeiterInnen aus Krankenkassen ( Barmer, AOK ), der Bundesagentur für Arbeit, dem Integrationsamt und den Sozialämtern Mecklenburg-Strelitz und Waren/Müritz, Studenten und Dozenten der Hochschule Neubrandenburg und Budgetnehmer/innen, deren Assistenten und Angehörige, Der Bürgerbeauftragte des Landes, die Behindertenbeauftragte der Stadt Neubrandenburg und viele Interessenten mit und ohne Behinderung.
Nach einem Jahr Regionalberatungsstelle wollten wir Zwischenbilanz über die eigene Beratungstätigkeit ziehen und auf Probleme hinweisen, die es immer noch in der Bearbeitung und rechtlichen Auslegung bei Leistungsträgern gibt. Herr Prof. Dr. Felix Welti stellte in seinem Einführungsreferat die Intentionen des Gesetzgebers klar heraus. Das Sozialgesetzbuch IX soll die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen fördern und die Selbstbestimmung stärken. Er machte deutlich, dass die Leistungsträger bei einer Antragstellung auf ein TPB keinen Ermessensspielraum haben, ob sie eine Leistung erbringen wollen oder nicht, sondern lediglich pflichtgemäß prüfen können ob ein Anspruch besteht.
Die Beratung und Unterstützung durch die Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger bei der Antragstellung zum TPB ist vielfach keine wirkliche Hilfe und wird von den Anwesenden kritisiert.
Die Leistungsträger berichteten über ihre Erfahrungen und stellten ihr Bemühen heraus in diesen komplexen Verfahren richtig zu entscheiden. Dabei müssen sie selbst erst Erfahrungen sammeln. Die Schulungen für die Mitarbeiter/innen sind nicht ausreichend und dürfte eigentlich nicht vom Kommunalen Sozialverband Mecklenburg-Vorpommern ( KSV ) geleistet werden, stellt Herr Bernd Schubert, heraus, zumal der KSV selbst Widerspruchsbehörde im Verfahren zum Trägerübergreifenden Budget ist.
Da der Beratungsbedarf noch immer sehr groß ist, bin ich als Landesvorsitzender des ABiMV e.V., sehr dankbar, dass die Aktion Mensch unsere Regionalberatungsstelle zum TPB in der Region Mecklenburgische Seenplatte ein weiteres Jahr vorerst bis zum 30.09.2010 mit Personal- und Sachkosten fördert. Unser Landesverband wird sich dafür stark machen, dem Trägerübergreifenden Persönlichen Budget in unserer Region zum Durchbruch zu verhelfen. Einige Fortschritte haben wir durchaus gemeinsam im letzten Jahr gemacht, es bleibt für alle Beteiligten aber noch viel zu tun, denn das TPB steckt in MV noch immer in den Kinderschuhen.
Bericht: P. Braun, 09.10.09
Lesen Sie weiter im Nordkurier und Bericht:
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NKBerichtPB09.pdf
"Netzwerk PB Nord" in Bad Segeberg gegründetUm der überregionalen Umsetzung des TPB in der Praxis zum Durchbruch zu verhelfen, war unsere Regionalberatungsstelle an der Gründung eines Netzwerkes für den Norden Deutschlands beteiligt. Das „Beratungsnetzwerk Persönliches Budget Nordlicht“ umfasst ca. 25 Mitglieder aus Beratungsstellen der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.
Im 1. Treffen am 30.09.2009 in Bad Segeberg ging es zum einen um die ersten Erfahrungen und ungelösten Probleme bei der Umsetzung des Persönlichen Budgets und zum anderen um inhaltliche Schwerpunkte der weiteren Zusammenarbeit. Geplant sind vierteljährliche Treffen der Arbeitsgruppe sowie die jährliche Durchführung eines Forums mit einem speziellen praxisnahen Thema.
In der Diskussion wurden die Erfahrungen über momentane Schwachpunkte bei der Umsetzung des TPB deutlich:
- Unsicherheit bzw. Ablehnung bei Kostenträgern
- keine erkennbaren, flächendeckenden Standards bei Budgetberatung und -assistenz
- Verunsicherung bei potentiellen Anbietern bezüglich der Modularisierung der Angebote
- professionelle Budgetberatung und -assistenz für Budgetnehmer
In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte sich eine Budgetnehmerin vor, die ihren steinigen Weg aus einem Wohnheim und einer Werkstatt für Behinderte in eine eigene Wohnung und zu einer Ausbildung schilderte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe waren sehr ergriffen und von den Praktiken der Ämter und Behörden sehr enttäuscht. Andererseits wurde aber deutlich, welche Möglichkeiten der Innovation das Persönliche Budget in sich birgt.
Christian Schad, 09.10.09
Ein großer Schritt in ein selbstbestimmtes LebenDer Verein Lebenslust e.V. i. G. Greifswald hat am 27.08.2009 zu einer Einweihungsfeier in die Hansestadt - Greifswald eingeladen.
Gekommen waren Frank Formella und sein Vater Jürgen Formella, die dazugehörigen Assistenten, die Vorsitzende des Vereins Lebenslust e.V., Frau Baller, Herr Schad, Koordinator der Regionalberatungsstelle des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V., die Behindertenbehindertenbeauftragte der Hansestadt Greifswald, Frau Kindt, Vertreter der Krankenkasse, die Vermieter und weitere zahlreiche Vertreter anderer Institutionen, um eine Wohnung einzuweihen.
Die Wohngemeinschaft ist angedacht für 2 junge schwerstbehinderte Menschen, die selbstbestimmt mit Hilfe von persönlicher Assistenz ihr Leben gestalten wollen. Derzeit wohnt Frank Formella noch allein, aber er hofft, dass demnächst ein weiterer Mieter in die Wohngemeinschaft zieht. Durch das Trägerübergreifende Persönliche Budget, welches seit dem 01.01.2008 gesetzlich festgeschrieben ist, konnte für ihn diese ganz individuelle Lebensform geschaffen werden.
Es ist das erste Projekt in dieser Form in Greifswald, in der ein schwerstbehinderter Mensch selbstbestimmt mit Hilfe des Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets in seiner eigenen Wohnung leben kann und die notwendige Unterstützung durch Assistenten bekommt. In diesem Zusammenhang haben Frank und Jürgen Formella allen Beteiligten und insbesondere Frau Baller und Herrn Schad, die trotz der vielen großen und kleinen Probleme immer beratend und unterstützend dieses Projekt begleiteten, gedankt.
Ein guter Anlass zum Feiern.
Christian Schad, 09.09.09
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Lesen Sie auch den Bericht in der OZ
Integratives Sportfest in PasewalkMit viel Engagement und Einfallsreichtum hat die Evangelische Grundschule Pasewalk vom 6. bis 10. Juli eine Projektwoche " Leben mit Handicap"durchgeführt. Herr Schad war eingeladen und erzählte wie er sein Leben im Rollstuhl organisiert und meistert. Beim Sportfest zeigte er mit seiner Tanzpartnerin Conny, dass er sogar im Rollstuhl tanzen kann.
adminPB. 09.09.09
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