Aktuelles aus der Regionalberatungsstelle

  Seite mit Inhalt:  ι‹  |  «  | 1-10 | 11-20 |  21-30  | 31-34 |  »  

Bild: ABiMV/M/ Auf der Gründungsveranstaltung in Bad Segeberg

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/M/ Auf der Gründungsveranstaltung in Bad Segeberg

"Netzwerk PB Nord" in Bad Segeberg gegründet
Um der überregionalen Umsetzung des TPB in der Praxis zum Durchbruch zu verhelfen, war unsere Regionalberatungsstelle an der Gründung eines Netzwerkes für den Norden Deutschlands beteiligt. Das „Beratungsnetzwerk Persönliches Budget Nordlicht“ umfasst ca. 25 Mitglieder aus Beratungsstellen der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.
Im 1. Treffen am 30.09.2009 in Bad Segeberg ging es zum einen um die ersten Erfahrungen und ungelösten Probleme bei der Umsetzung des Persönlichen Budgets und zum anderen um inhaltliche Schwerpunkte der weiteren Zusammenarbeit. Geplant sind vierteljährliche Treffen der Arbeitsgruppe sowie die jährliche Durchführung eines Forums mit einem speziellen praxisnahen Thema.
In der Diskussion wurden die Erfahrungen über momentane Schwachpunkte bei der Umsetzung des TPB deutlich:
- Unsicherheit bzw. Ablehnung bei Kostenträgern
- keine erkennbaren, flächendeckenden Standards bei Budgetberatung und -assistenz
- Verunsicherung bei potentiellen Anbietern bezüglich der Modularisierung der Angebote
- professionelle Budgetberatung und -assistenz für Budgetnehmer

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte sich eine Budgetnehmerin vor, die ihren steinigen Weg aus einem Wohnheim und einer Werkstatt für Behinderte in eine eigene Wohnung und zu einer Ausbildung schilderte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe waren sehr ergriffen und von den Praktiken der Ämter und Behörden sehr enttäuscht. Andererseits wurde aber deutlich, welche Möglichkeiten der Innovation das Persönliche Budget in sich birgt.
Christian Schad, 09.10.09

Bild: ABiMV/ Frank Formella (  Bild mitte ) mit seinen Gästen in seiner neuen Wohnung  

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/ Frank Formella (  Bild mitte ) mit seinen Gästen in seiner neuen Wohnung  

Ein großer Schritt in ein selbstbestimmtes Leben
Der Verein Lebenslust e.V. i. G. Greifswald hat am 27.08.2009 zu einer Einweihungsfeier in die Hansestadt - Greifswald eingeladen.
Gekommen waren Frank Formella und sein Vater Jürgen Formella, die dazugehörigen Assistenten, die Vorsitzende des Vereins Lebenslust e.V., Frau Baller, Herr Schad, Koordinator der Regionalberatungsstelle des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V., die Behindertenbehindertenbeauftragte der Hansestadt Greifswald, Frau Kindt, Vertreter der Krankenkasse, die Vermieter und weitere zahlreiche Vertreter anderer Institutionen, um eine Wohnung einzuweihen.

Die Wohngemeinschaft ist angedacht für 2 junge schwerstbehinderte Menschen, die selbstbestimmt mit Hilfe von persönlicher Assistenz ihr Leben gestalten wollen. Derzeit wohnt Frank Formella noch allein, aber er hofft, dass demnächst ein weiterer Mieter in die Wohngemeinschaft zieht.  Durch das Trägerübergreifende Persönliche Budget, welches seit dem 01.01.2008 gesetzlich festgeschrieben ist, konnte für ihn diese ganz individuelle Lebensform geschaffen werden.

Es ist das erste Projekt in dieser Form in Greifswald, in der ein schwerstbehinderter Mensch selbstbestimmt mit Hilfe des Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets in seiner eigenen Wohnung leben kann und die notwendige Unterstützung durch Assistenten bekommt. In diesem Zusammenhang haben Frank und Jürgen Formella allen Beteiligten und insbesondere Frau Baller und Herrn Schad, die trotz der vielen großen und kleinen Probleme immer beratend und unterstützend dieses Projekt begleiteten, gedankt.
Ein guter Anlass zum Feiern.  
Christian Schad, 09.09.09
• Link: Lesen Sie auch den Bericht in der OZ

Bild: Evangelische Schule Pasewalk 

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: Evangelische Schule Pasewalk

Integratives Sportfest in Pasewalk
Mit viel Engagement und Einfallsreichtum hat die Evangelische Grundschule Pasewalk vom 6. bis 10. Juli eine Projektwoche " Leben mit Handicap"durchgeführt. Herr Schad war eingeladen und erzählte wie er sein Leben im Rollstuhl organisiert und meistert. Beim Sportfest zeigte er mit seiner Tanzpartnerin Conny, dass er sogar im Rollstuhl tanzen kann.
adminPB. 09.09.09  
• Datei: Scannen0004.jpg

Bild: ABiMV/CS In der Begegnungsstätte des Regionalverbandes Müritz e.V. fand Herr Schad aufmerksame Zuhörer/innen 

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/CS In der Begegnungsstätte des Regionalverbandes Müritz e.V. fand Herr Schad aufmerksame Zuhörer/innen

Forum zum TPB in Waren/Müritz
Aufgrund der hohen Resonanz auf die am 16.03.2009 durchgeführten 1. Informationsver-anstaltung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) in Röbel  lud der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland Regionalverband Müritz e.V. zum zweiten Mal, am 16.07.09, zu einem Forum nunmehr in seine Begegnungsstätte nach Waren ein.

Eingeladen waren Herr Schad, Koordinator der Regionalberatungsstelle des Allgemeinen Behindertenverbandes M-V , Vertreter/innen des Sozialamtes und des Jugendamtes und mehrere Verbände aus der Region sowie Mitglieder des BV Müritz e.V. Insgesamt nahmen 21 Personen am Forum teil.
Zu Beginn gab Herr Schad einen Überblick über die gesetzlichen Voraussetzungen zur Beantragung eines Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets und berichtete über seine Erfahrungen in der Tätigkeit als Regionalberater sowie über die Erfolge und Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung des TPB.

Daraus entwickelte sich eine rege Diskussion, in der viele praktische Fragen gestellt wurden und durch den Vertreter des Sozialamtes, Herrn Sander, der Vorsitzenden des BV Müritz e.V., Frau Rossek, und durch Herrn Schad beantwortet wurden.
Schwerpunkt der Diskussion war auch hier die Bemessungsgrenze von 2.600 EUR für das Vermögen und die Einkommensgrenze eines potentiellen Budgetnehmers bei einer Antragstellung über das Sozialamt. Da die Einkommens- und Bemessungsgrenzen sehr niedrig gehalten sind, scheuen sich viele Betroffene, einen Antrag zu stellen. Von einigen Teilnehmer/innen wurde daher der Wunsch geäußert, in einer Einzelberatung näheres über das Trägerübergreifende bzw. Persönliche Budget in Bezug auf ihre persönlichen und finanziellen Gegebenheiten zu erfahren, um die Möglichkeiten auszuloten.

Die Vorsitzende des Behindertenverbandes Müritz e.V., Frau Rossek, bedankte sich bei allen Teilnehmer/innen und insbesondere bei Herrn Schad für dieses sehr interessante und abwechslungsreiche Forum.
Christian Schad & Anke Schmidt
16.07.09

Bild:ABiMV/AS Mitglieder des Behindertenverbandes Pasewalk e.V. in der Regionalberatungsstelle

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiMV/AS Mitglieder des Behindertenverbandes Pasewalk e.V. in der Regionalberatungsstelle

Mitglieder holen sich Rat
Am 11.06.2009 war etwas mehr Betrieb in der Regionalberatungsstelle, Am Blumenborn 23, denn ab 10.00 Uhr trafen 5 Mitglieder des Behindertenverbandes Pasewalk e.V. ein. Verabredet hatten sie sich mit Herrn Schad, Koordinator der Regionalberatungsstelle, um sich über die Bestimmungen und Möglichkeiten des Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) zu informieren.
Nach einigen grundsätzlichen Darlegungen zum TPB kam es zu einem regen Gedankenaustausch. Die Pasewalker schilderten ihre Schwierigkeiten im Umgang mit den Behörden und klagten über Behindertenfeindlichkeit und über viele Barrieren in der Stadt Pasewalk. Wenig Zustimmung fand allerdings die Regelung, dass bei einem Leistungsbezug durch das Sozialamt, das Einkommen und Vermögen, des Antragstellers überprüft werden und das „Schonvermögen“ lediglich bei 2600,- € liegt.  
Die Pasewalker bedankten sich bei Herrn Schad. "Für sie sei die Gruppenberatung wichtig gewesen, denn sie bekamen heute erstmals umfassende Informationen zum TPB.  Sie begrüßen es, dass es so eine Beratungsstelle beim Landesverband gibt, die ihnen auch weiterhin individuelle Beratung und Hilfen anbieten kann".
C. Schad und A. Schmidt, 11.06.09

Bild:ABIMV/CS Teilnehmer des Vernetzungstreffs in Berlin

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABIMV/CS Teilnehmer des Vernetzungstreffs in Berlin

Vernetzungstreffen zum Persönlichen Budget in Berlin
Am 26. und 27. Mai 2009 lud das Kompetenzzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes unter dem Motto „Voneinander lernen - Gemeinsam handeln“ zum 1. Bundesweiten Vernetzungstreffen der Beratungsstellen zum trägerübergreifenden Persönlichen Budget nach Berlin ein. 120 Teilnehmer/innen von Organisationen, Verbänden, Vereinen und Beratungsstellen zum Persönlichen Budget nahmen an dieser 2-tägigen Veranstaltung im Umweltforum Berlin teil.

Die Veranstaltung fand im open space-Verfahren statt. Das bedeutet, dass die Teilnehmer ihre Themenschwerpunkte und die damit im Zusammengang stehenden Fragen selbst entwickeln und diese in kleinen Gruppen diskutieren und auswerten. Anschließend werden die Ergebnisse dem gesamten Gremium vorgestellt. Themenkomplexe waren u. a.:

- Die Beantragung eines Persönlichen Budgets
- Begleitung nach der Genehmigung des Persönlichen Budgets
- Budgetleistungen bei einer 24-Stunden-Assistenz
- Budget für behinderte Kinder und Jugendliche
- Verhinderungsstrategien der Kostenträger
- Unabhängigkeit in der Budgetberatung - Geht das?
- Tipps für neu eröffnete Beratungsstellen
- Bezuschussung und Finanzierung von Beratungsstellen
- Entwicklung und Benennung von Qualitätsstandards für das PB
- Erfahrungen mit Persönlichen Budgets von Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung
- Stundensätze
- Die Auswirkungen der UN-Konvention auf das Persönliche Budget
- Netzwerke und Kooperationen - Gründung einer Expertengruppe, die die Vernetzung weiterträgt.

Die Erfahrungen und das Wissen, welches über die Teilnehmer in den einzelnen Arbeitsgruppen eingebracht wurde, war von viel Sachkompetenz geprägt, aber auch von Unsicherheiten, die bei der Anwendung des Persönlichen Budgets noch vorhanden sind.
Aufgrund der großen Themenvielfalt konnten nicht alle Sachverhalte ausdiskutiert werden und bedürfen einer weiteren Bearbeitung. Es ist absehbar, dass eine einzelne Beratungsstelle nicht die gesamte Komplexität des Persönlichen Budgets bearbeiten kann und somit eine Vernetzung untereinander unbedingt erforderlich ist.
Die Vertreter Bremens, Hamburgs, Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Mecklenburg-Vorpommerns vereinbarten, für den norddeutschen Raum eine regionale Vernetzung unter dem Namen „PB-Nordlicht“ zu installieren.

Alle Teilnehmer stimmten mit dem Kompetenzzentrum überein, eine Veranstaltung in dieser Form und Größenordnung für die Qualifizierung der Berater in entsprechenden Zeiträumen zu wiederholen.
Der Veranstalter hat durch die sehr gute Organisation und durch die gute Bewirtung in den Lehrgangspausen ein Lob verdient.

Christian Schad
Koordinator der Regionalberatungsstelle des
Allgemeinen Behindertenverbandes M-V e.V.

• Link: weitere Bilder hier

Foto: ABiMV/AS Mitglieder in der Begegnungsstätte des Neubrandenburger Behindertenverbandes e.V. im Gespräch mit Herrn Schad (rechts im Bild) 

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenFoto: ABiMV/AS Mitglieder in der Begegnungsstätte des Neubrandenburger Behindertenverbandes e.V. im Gespräch mit Herrn Schad (rechts im Bild)

Informationen zum Persönlichen Budget in Neubrandenburg
Am 20.04.2009 war Herr Schad von der Besuchergruppe des Behindertenverbandes Neubrandenburg e. V. eingeladen, um zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget (TPB) Aufklärung zu geben.

Anhand einer Computerpräsentation erläuterte er die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme eines Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets. Er arbeitete die Vor- und Nachteile des TPB heraus und gab Hinweise zum Verfahrensweg in der Antragstellung.

Als Koordinator der Regionalberatungsstelle Mecklenburgische Seenplatte hat er bisher nicht so gute Erfahrungen  im Umgang mit den Leistungsträgern gemacht. So sind z. B. die Krankenkassen noch immer nicht bereit, die Leistungen entsprechend der Gesetzesvorgabe zum TPB zu genehmigen.

In der abschließenden Diskussionsrunde hinterfragten  die Mitglieder unter anderem, wann und in welcher Form Leistungen gewährt werden?
Herr Schad wies besonders darauf hin, dass bei Inanspruchnahme des Sozialhilfeträgers für ein Persönliches Budget, die Leistungsgewährung nur bei Bedürftigkeit erfolgt, d.h. das eigene Vermögen darf nicht höher als 2600,00 Euro sein und bei eigenem Einkommen erfolgt unter Umständen eine Anrechnung auf das ermittelte Budget.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass behinderte Menschen den Versuch unterlassen sollten, einen Antrag auf ein TPB zu stellen. Da ein Anspruch auf Sozialleistungen in der Bundesrepublik Deutschland Einzelfallbezogen ermittelt wird, sollten die individuellen Voraussetzungen immer erst geprüft werden. Grundsätzlich soll die Sozialhilfe, dem Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Und dies muss halt ausgelotet werden.  
In der Region gibt es bereits positive Ergebnisse aus seiner Beratungspraxis zu verzeichnen.
In diesem Zusammenhang bot Herr Schad individuelle Hilfestellung und Unterstützung bei der Antragstellung zum TPB in der Regionalberatungsstelle an.

Bericht: Anke Schmidt, 22.04.09

Bild: ABiMV/CS von links: Frau Erika Dittner, Herr Wolf-Rüdiger Spiekermann, Frau Regina Gabriel, Frau Karen Müller, Herr Christian Schad und Frau Anke Schmidt

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/CS von links: Frau Erika Dittner, Herr Wolf-Rüdiger Spiekermann, Frau Regina Gabriel, Frau Karen Müller, Herr Christian Schad und Frau Anke Schmidt

Beratung in der Landeshauptstadt Schwerin
Bericht: von Anke Schmidt und Christian Schad, Schwerin, am 04.04.2009
Auf Einladung der Regionalberatungsstellen und des ABiMV e.V. sind über 40 Interessenten in die Begegnungsstätte des Behindertenverbandes Schwerin e.V. gekommen. Gekommen zum Forum „Trägerübergreifendes Persönliches Budget“ waren Mitarbeiter/innen von Kostenträgern, aus den Regionalberatungsstellen, Budgetnehmer/innen und solche die es werden wollen.
Es ging darum, Erfahrungen in der Antragstellung auszutauschen und gemeinsam die gegenwärtigen Möglichkeiten in MV zu einem Trägerübergreifenden Persönlichen Budget zu kommen, auszuloten.
Zu diesem Erfahrungsaustausch begrüßten wir Frau Morgenroth (Deutsche Rentenversicherung Nord), Herrn Spiekermann (AOK M-V), Frau Gabriel (Integrationsamt), Frau Müller (Amt für Jugend) sowie Frau Seyer (Mitarbeiterin der Servicestelle der BARMER Ersatzkasse) Mitarbeiter/innen von regionalen Beratungsstellen sowie Interessenten und Mitglieder aus verschiedenen Verbänden.
Im Eröffnungsreferat stellte Herr Christian Schad, das Trägerübergreifende Persönliche Budget vor. Er machte deutlich, dass es sich um keine neue Leistung handelt, sondern um eine neue Leistungsform, in der verschiedene Leistungsarten gebündelt und als Gesamtbudget nach § 17 SGB IX durch den/die Budgetnehmer/in in Anspruch genommen werden können.

Anschließend stellten sich die Mitarbeiter/innen der Leistungsträger vor und berichteten über ihre Erfahrungen in der Umsetzung des TPB in der Praxis. Aus den Berichten der geladenen Kostenträger ging hervor, dass seit der gesetzlichen Regelung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets kaum Anträge eingegangen sind oder die beauftragten Leistungsträger nicht zuständig waren. Herr Spiekermann (AOK M-V) konnte auf ca. 30 positive Bescheide verweisen, das sind immerhin etwa 50 % der eingegangen Antragstellungen.

Über positive Erfahrungen berichteten die Beratungsstellen ANKER Sozialarbeit gGmbH, vertreten durch Frau Mannheim und Frau Peck sowie durch „Ohne Barrieren“ e.V., vertreten durch Frau Gruse. Für die Budgetnehmer/innen hat sich nach der Bewilligung eines Persönlichen Budgets ein hohes Selbstwertgefühl entwickelt, da sie nun ihre Hilfeleistungen entsprechend des individuellen Bedarfs selbständig „einkaufen“ können.  
Die Budgetnehmerin, Frau Ludwig, welche umfassende Beratung durch die Regionalberatungsstelle „Ohne Barrieren“ e.V. in Rostock erhielt, konnte nach Bewilligung eines Persönlichen Budget nunmehr auch ein Studium in der Sozialpädagogik in Rostock aufnehmen.
Dieses Beispiel machte uns allen Mut!

Durch Herrn Andreas Franke, von der Insel Rügen, ebenfalls seit Jahren Budgetnehmer, wurden neben den positiven Erfahrungen auch Schwierigkeiten aufgezeigt, die es im Antragsstellungsverfahren zu bewältigen gilt. Da die neue Leistungsform bei den Mitarbeiter/innen der Leistungsträger ebenfalls neu ist, wird diese zum Teil nur zögerlich umgesetzt und es kommt zu langen Bearbeitungszeiten in den Behörden von der Antragstellung bis zur endgültigen Bewilligung.
Im abschließenden regen Diskussionsforum wurde dies durch Frau Baller (Lebenshilfe e.V. Greifswald) mit Nachdruck untermauert.  Die Umsetzung eines TPB für einen jungen Mann in Greifswald gestaltet sich in der Neuverhandlung der Zielverhandlung und in der Abrechnung äußerst kompliziert.
Trotz einzelner Erfolge steht das Trägerübergreifende Persönliche Budget in Mecklenburg-Vorpommern immer noch am Anfang.

Alle Beteiligten haben dieses Forum sehr begrüßt und von Seiten der Regionalberatungsstellen wurde angeregt, so einen Erfahrungsaustausch mit den Leistungsträgern in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Die Mitarbeiter/innen der Leistungsträger stehen dem offen gegenüber und stehen als Ansprechpartner/innen zur Verfügung.

Bedauerlicher Weise nahmen die Arbeitsagentur und das Sozialamt, als wichtige Leistungsträger für die Mehrbedarfe innerhalb eines TPB nicht an unserem Forum teil. Für die zukünftig angestrebten gemeinsamen Foren werden wir versuchen, auch Mitarbeiter/innen dieser Institutionen als Gesprächspartner/innen zu gewinnen.

Wir bedanken uns bei den Mitarbeiter/innen der Leistungsträger für ihre Gesprächsbereitschaft sowie bei Frau Erika Dittner, als Organisatorin vor Ort und den Mitarbeiter/innen in der "Begegnungsstätte“ für die Unterstützung und Bewirtung.

• Link: weitere Bilder hier

BIld: ABiMV/AS. Herr Schad ( vorne) auf der Sitzung des Psychiatriebeirates

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBIld: ABiMV/AS. Herr Schad ( vorne) auf der Sitzung des Psychiatriebeirates

Psychiatriebeirat informiert sich!
Am 25.03.2009 gab Herr Schad auf der Psychiatriebeiratssitzung in Neubrandenburg einen Überblick über das Trägerübergreifende Persönliche Budget (TPB).  
Die Vorsitzende des Psychiatriebeirates des Gesundheitsamtes Neubrandenburg, Frau Dr. med. Ramona Berthold, hatte Herrn Schad als Koordinator der Regionalberatungsstelle des Allgemeinen Behindertenverbandes in M-V e.V. zur Sitzung eingeladen.

Bei seiner Präsentation ging Herr Schad auf den durch den Psychiatriebeirat vorgelegten Fragenkatalog ein. Im Vordergrund stand die Frage „Was ist ein Trägerübergreifendes Persönliches Budget?“ und „Wer kann es beantragen?“.

Die Vorbereitung und der Abschluss eines TPB umfasst in der Regel einen längeren Zeitraum, da anhand der vorhandenen Bedarfe des Klienten zum einen nicht sofort erkennbar ist, welcher Leistungsträger zum Beauftragten erhoben werden muss und zum anderen von Seiten der Ämter die Bedarfe ggf. neu ermittelt werden müssen. Im Antragsstellungsverfahren wird der Leistungsträger zum Beauftragten ernannt, der als erster durch den Budgetnehmer angesprochen wird. Dieser ist verpflichtet, sich innerhalb einer Frist von 14 Tagen mit allen eventuell beteiligten Leistungsträgern in Verbindung zu setzen. Er ist verantwortlich für die Koordination des weiteren Ablaufes des Verfahrens!
Ausführlich wurde auf die Leistungsträger, die budgetfähigen Leistungen, die Verfahrensweise bei der Antragstellung, den Abschluss einer Zielvereinbarung sowie auf den rechtswirksamen Bescheid eingegangen.
Weiterhin berichtete er von seinen Erfahrungen aus den Beratungsgesprächen mit Menschen mit Handicaps und über die unterschiedlichen Auswirkungen, die ein Trägerübergreifendes oder Persönliches Budget mit sich bringen kann.

Im Anschluss an die Präsentation entwickelte sich ein reger Gedankenaustausch, in denen die Mitglieder des Psychiatriebeirates die Chancen und die Möglichkeiten eines Trägerübergreifenden Persönlichen Budgets auch für psychisch kranke und/oder behinderte Menschen hervorhoben.
Bericht: Anke Schmidt, 02.04.09 Mitarbeiterin der Regionalberatungsstelle

Bild: ABiMV/AS Herr Schad gibt eine Einführung zum TPB

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/AS Herr Schad gibt eine Einführung zum TPB

Informationen zum Persönlichen Budget in Röbel
In Zusammenarbeit mit dem Behindertenverband Müritz e.V. führte die Regionalberatungsstelle des ABiMV in den Räumlichkeiten des Altersgerechten Wohnens der WOBAU in Röbel für Mitglieder sozialer Verbände sowie für alle Interessenten am 16.03.2009 eine Informationsveranstaltung zum Trägerübergreifenden Persönlichen Budget durch.
17 Teilnehmer bekundeten ihr Interesse an dieser für sie noch neuen Leistungsform.
Mit der Fragestellung „Was verbirgt sich unter dem Begriff - Trägerübergreifendes Persönliches Budget (TPB)?“ stellten sich die Regionalberatungsstelle, vertreten durch Herrn Schad sowie der Behindertenverband Müritz e.V., vertreten durch Frau Scheffler, die Aufgabe, den Menschen in der Region Waren / Röbel, die Thematik des TPB näher zu bringen.  

Bereits seit 19. Juni 2001ist das Trägerübergreifende Persönliche Budget im § 17 SGB IX gesetzlich geregelt. Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen haben das Recht, entsprechend ihren Bedarfen mit Hilfe eines persönlichen Budgets, die für sie notwendigen Hilfen zu bekommen und eigenständig zu organisieren. Beim TPB handelt es sich nicht um eine neue Leistung, sondern um eine neue Leistungsform, in der verschiedene Leistungsarten gebündelt werden können und als Gesamtbudget durch den Budgetnehmer in Anspruch genommen werden.
Mit Hilfe einer anschaulichen Präsentation, die durch die Mitarbeiter der Regionalberatungs-stelle des ABiMV erarbeitet wurde, stellte Herr Schad den Inhalt des Gesetzes im Wesentlichen dar. Insbesondere ging es darum, wie der Antrag zum TPB gestellt werden kann, welche Pflichten und Fristen der Leistungsträger gegenüber dem Budgetnehmer einzuhalten hat und welche Festlegungen die Zielvereinbarung beinhalten muss. Mittels eines Fallbeispieles wurde den Teilnehmern der Informationsveranstaltung veranschaulicht, welche Aufgaben es zu bewältigen gilt.
Im anschließenden regen Erfahrungsaustausch gab Herr Schad Antwort zu den verschiedenen Detailfragen betroffener Personen und animierte die Teilnehmer, sich mit den Vor- und Nachteilen des TPB auseinander zu setzen und zu überprüfen, ob zur Verbesserung ihrer Lebenssituation eine Antragstellung erfolgen sollte.
Im Ergebnis des Forums baten über 50 % der Teilnehmer um eine Einzelberatung zum TPB. Der Behindertenverband Müritz e.V. und Herr Schad werden entsprechende Beratungstermine vor Ort organisieren und durchführen.
Ein besonderes Dankeschön gilt Frau Marion Scheffler  für die Vorbereitung und Organisation dieser Veranstaltung.
Bericht: Christian Schad und  Anke Schmidt, 18.03.09

  Seite mit Inhalt:  ι‹  |  «  | 1-10 | 11-20 |  21-30  | 31-34 |  »  
Newsticker: