Gedenkort Ueckermünde

Bild:UeBV e.V. MD Frau Mortensens legt ein Gebinde am Mahnmal ab.

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild:UeBV e.V. MD Frau Mortensens legt ein Gebinde am Mahnmal ab.

Gedenken - am 5. Mai 2012 in Ueckermünde
Wie der Verband mitteilte, legten im Rahmen des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen“ am 05. Mai 2012 Frau Barbara Mortensen und Herr Jürgen Otto als Vertreter des Behindertenverbands Ueckermünde e.V. auch in diesem Jahr am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Gelände des AMEOS Diakonie-Klinikums Ueckermünde ein Gebinde nieder.
admin.PB, 16.05.2012
• Datei: 05.Mai_2012.pdf

Bild: P.B. Am Gedenkort in Ueckermünde heute am 26. Januar 

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: P.B. Am Gedenkort in Ueckermünde heute am 26. Januar

27. Januar 2011 - Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Ueckermünde
Heute, am 27. Januar 2010, hat ein Bündnis von Verbänden und Organisationen des Landes Mecklenburg-Vorpommern darunter auch der ABiMV in diesem Jahr am Klinikum Ueckermünde und im Greifen-Gymnasium Uckermünde eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus durchgeführt. Ab 10.30 Uhr gab es am Denkmal, welches erst im Jahr 2009 von Herrn Sven Domann auf dem Klinikgelände wieder aufgestellt worden ist, eine Kranzniederlegung an der über 200 Menschen teilnahmen. Danach ab 12.45 Uhr fand der Gedenktag im Greifen Gymnasium seine Fortsetzung. Neben der Erinnerungsarbeit und dem Gedenken haben die Redner auf aktuelle ethische Diskurse in der Psychiatrie und in der Politik aufmerksam gemacht.
P. Braun, am 27.01.2011
• Link: Hier finden Sie weitere Bilder vom Gedenktag in Ueckermünde:

Foto: Drechsler/ABiMV: Die Initiatoren mit dem Künstler Sven Domann

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenFoto: Drechsler/ABiMV: Die Initiatoren mit dem Künstler Sven Domann

Mahnmal gegen das Vergessen in Ueckermünde
Wiedereinweihung des restaurierten Mahnmals zum Gedenken
an die Opfer des Nationalsozialismus

Sehr geehrter Herr Acker, sehr geehrter Herr Kliewe,
sehr geehrter Herr Domann, werte Anwesende,

die Mitglieder des Behindertenverbands Ueckermünde e.V. bedanken sich für die Einladung.
Wir sind froh darüber, heute dabei sein zu können.
Gleichzeitig möchten wir allen danken, die dazu beigetragen haben, dass die Statue des Künstlers Herrn Domann einen würdigen Platz bekommen hat und heute die Wiedereinweihung stattfinden kann.
Unser Verband setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen ein. Wir wollen Barrierefreiheit in unseren Städten erreichen. Das heißt, dass Menschen mit Behinderung auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Dabei darf man nicht vergessen, dass es eine Zeit gab, in der viele Menschen Opfer von Euthanasie und Rassenwahn wurden.
Ihrer Einladung vorangestellt ist ein Ausspruch von Eberhard Bethge:

Gedenken macht Leben menschlich,
Vergessen macht es unmenschlich.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Damit das Vergessen nicht geschieht, deshalb sind wir hier. Dass es uns sehr wichtig ist, zeigt auch die Teilnahme von Herrn Bars, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg – Vorpommern.
Im vergangenem Jahr legten wir gemeinsam mit Herrn Acker und Herrn Kliewe vom Klinikum im Rahmen des Europaweiten Protesttages für die Gleichstellung Behinderter Menschen, Kränze nieder, zum Gedenken an die Opfer von Euthanasie und Rassenwahn, damals noch am Haupteingang.
Wir wollen es auch heute tun, nun am richtigen Platz, der geeignet ist zum Innehalten, Besinnen und Handeln.

Barbara Mortensen
Ueckermünde, Freitag, 15. Mai 2009

• Link: weitere Bilder hier

• Datei: CA_Kliewe_-_Rede_Denkmal_am_15_Mai_2009.pdf

Foto: ABiMV/MD Die Projektgruppe von rechts Marlen Deutsch, Chefarzt Herr Kliewe, Frau Drechsler, Herr Sven Domann , OÄ Dr. Ziesemer und Frau Saalow 

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klickenFoto: ABiMV/MD Die Projektgruppe von rechts Marlen Deutsch, Chefarzt Herr Kliewe, Frau Drechsler, Herr Sven Domann , OÄ Dr. Ziesemer und Frau Saalow

Ueckermünde - Projektgruppe sucht neuen Standort für Plastik
Am 8. Mai 2008 legte unser Verband gemeinsam mit Mitarbeitern des AMEOS Diakonie-Klinikums,  Ueckermünde, Ravensteinstraße 23 auf dem Gelände des Klinikums einen Kranz nieder, um der ermordeten Menschen in der NS- Zeit zu gedenken.

Eine vom Bildhauer Sven Domann geschaffene Holzplastik ist das erste Gedenkzeichen für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen in den Neu- Bundesländern.
Sie wurde am 9. Oktober 1991 als Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer auf dem Gelände des Klinikums aufgestellt.
In Vorbereitung auf die Kranzniederlegung am 8. Mai haben wir vom Behindertenverband Ueckermünde e.V. beim Klinikum nachgefragt, was aus dieser Holzplastik geworden ist?
Wie wir erfuhren, ist das Mahnmal wegen mehreren in den vergangenen Jahren ausgeführten Bauarbeiten schon 1996 abgebaut und bisher nicht wieder aufgestellt worden.
Am 8. Mai regten wir an, die Plastik von Herrn Sven Domann wieder auf dem Klinikgelände aufzustellen.
Um das Mahnmal in nächster Zukunft wieder seiner Bestimmung übergeben zu können, hat die Leitung des Klinikums eine kleine Projektgruppe „Denkmal“ ins Leben gerufen.
Am 11. Juni 2008 traf sich die Projektgruppe erstmalig. Hierzu waren u.a. Frau Deutsch vom  Behindertenverband Ueckermünde e.V., sowie der Bildhauer Sven Domann anwesend.
Zunächst wurden die Vorschläge des zukünftigen Standortes für das Mahnmal erörtert bis zwei Varianten übrig blieben. Hierüber wird bis Monatsende entschieden, damit der Künstler möglichst bald einen Entwurf über die Gestaltung des Platzes erarbeiten, sowie mit der Restaurierung der Holzplastik beginnen kann.
Einig waren sich alle, dass die Holzplastik spätestens bis zum 23. November 2008 an dominanter Stelle auf dem Klinkgelände wieder aufgestellt wird!
Am 23. November 1939 fanden die ersten Deportationen von psychisch kranken und und behinderten Patienten aus der ehemaligen Psychiatrischen Landesheilanstalt Ueckermünde/Pommern in andere Tötungsanstalten statt.
Marlen Deutsch, Ueckermünde, 12.06.2008

zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klicken

Gedenken in Ueckermünde
Am 8. Mai legte unser Verband auf dem Klinikgelände in Ueckermünde einen Kranz nieder, um der ermordeten Kinder und Patienten in der NS- Zeit zu gedenken.
Frau Barbara Mortensen, die Vorsitzende des Behindertenverbandes Ueckermünde e.V. begrüßte alle Anwesenden und Frau Marlen Deutsch hielt eine Gedenkrede.

Bereits am 23. November 1939 fanden die ersten Deportationen von psychisch kranken und und behinderten Patienten aus der ehemaligen Psychiatrischen Landesheilanstalt Ueckermünde/Pommern in andere Tötungsanstalten statt.
Später wurde hier selbst ein Krematorium eingerichtet und Patienten zu Tode behandelt.    
Die Verbrechen in der Ueckermünder Heilanstalt sind nie strafrechtlich verfolgt worden. Die meisten Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger blieben nach dem Kriegsende im Beruf tätig, ohne jede Aufarbeitung, Schuldbekenntnisse oder Reue. Der entsetzliche Vernichtungsfeldzug der Ärzteschaft gegen Behinderte und psychisch Kranke wurde kollektiv verdrängt. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass jeder einzelne Arzt, so gab Hitlers Reichskommissar für das Sanitäts-und Gesundheitswesen im Nürnberger Ärzteprozess zu Protokoll, absolut selbstverantwortlich gewesen sei für das, „was er innerhalb dieser Maßnahme, die bis zur Euthanasie, zum Ende führte, zu tun hatte“. Obwohl im August 1941 auf Protest der Kirche ( des Bischofs Clemens August Graf von Galen, vom 26.Juni 1941), nicht auf Protest der Ärzte, die „Aktion T 4“ offiziell gestoppt wurde, ging die dezentrale wilde „Euthanasie“ auf Initiative von Ärzten bis zum Kriegsende weiter, in einigen Krankenanstalten auch darüber hinaus.    
Die Verdrängung fand in Ost und West gleichermaßen statt. Nach Mord und Totschlag setzte das Totschweigen ein! In seltener Einigkeit wurden die Massenmorde an psychisch kranken und behinderten Menschen in beiden deutschen Staaten vertuscht und Patientenakten verschwanden in Staats- und Stasiarchiven. Selbst ein Planer der T 4 Aktion ( 1939), Dr. Wilhelm Bender, konnte nach dem Krieg in der Psychiatrischen Klinik Ueckermünde an leitender Stelle weiter arbeiten. Viele andere Ärzte wie z.B. der berüchtigte und gefürchtete Dr. Josef Leu, aus Schwerin fand eine zweite Karriere als freiberuflicher Nervenarzt und gerichtsmedizinischer Gutachter.  Wie viele andere, die wegen des großen Ärztemangels nur geringe Strafen erhielten oder vorzeitig aus der Haft entlassen wurden. Die Täter blieben unter uns!
Erst am 9. Oktober 1991 wurde ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer  aufgestellt. Die vom Bildhauer Sven Domann geschaffene Holzplastik ist das erste Gedenkzeichen für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen in den Neu- Bundesländern. Leider wurde die Plastik bereits 1996 wegen Bauarbeiten abgebaut und bisher nicht wieder aufgestellt.
Wir haben im AMEOS Diakonie-Klinikum Ueckermünde nachgefragt und sind überein gekommen, dass die Holzplastik spätestens bis zum 23. November 2008 an dominanter Stelle auf dem Klinkgelände wieder aufgestellt wird!
Besonders hat uns ermutigt, dass in diesem Jahr viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind und mit uns gemeinsam trauerten.
P. Braun, am 8. Mai 2008    

• Link: weitere Fotos hier

• Datei: Zum_Gedenken_-_Rede_M._Deutsch.pdf

60 Jahre nach der Befreiung vom NS- Regime
Der Behindertenverband Ueckermünde feierte am 23.4.2005 sein 15jähriges Bestehen. Am 8. Mai gedachten sie gemeinsam der Opfer von "Euthanasie" und Rassenwahn und legten im Gelände der Forensischen Klinik ein Gebinde nieder. Die schlichte Stele enthält leider keinerlei Hinweis darauf, dass auch in dieser Klinik bis 1945 hunderte Menschen ermordet wurden.



zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken
zum Vergrößern bitte hier klicken

Newsticker: