Aktuelles aus der Verbandsarbeit

  Seite mit Inhalt:  1-10  | 11-20 | 21-30 | 31-40 | 41-50 | 51-60 | 61-70 | 71-80 | 81-90 | 91-100 | 101-110 | 111-120 | 121-130 | 131-138 |  »  |  ›ι  

Aktionsfinder rund um den 5. Mai
Unsere Orts- und Kreisverbände beteiligen sich auch in diesem Jahr mit Aktionen an den bundesweiten Aktionen anlässlich des Europaweiten Protest-Tages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
admin PB. Stand 16.04.2017
• Datei: Aktionen5mai2017.pdf

Der Rolli-Segler 'Wappen von Uckermünde' macht an der Pier mit den Offiziellen fest
zum Vergrößern bitte hier klickenDer Rolli-Segler 'Wappen von Uckermünde' macht an der Pier mit den Offiziellen fest

10 Jahre Rolli-Segler "Wappen von Ueckermünde"
Sehr geehrte Mitglieder und Freunde,
anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hat der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. zusammen mit dem Behindertenverband Ueckermünde e.V. seine Mitglieder am 6. Mai nach Ueckermünde eingeladen unter dem Motto:

Die barrierefreie Infrastruktur – ein Türöffner für den barrierefreien Tourismus in Ueckermünde?

Zur rechten Zeit schien die Sonne und über 30 Mitglieder (aus Neubrandenburg, Rostock, Stralsund, Pasewalk, Burg Stargard und Ueckermünde)  haben sich auf dem Festgelände eingefunden.  
Vor 10 Jahren wurde der erste Rollisegler "Wappen von Ueckermünde" in den Dienst gestellt. Damals zur Schiffs-Taufe waren wir bereits dabei. Das 10-jährige Jubiläum haben wir nun gemeinsam mit dem Förderverein Rollisegler und dem Verein "Zerum" festlich begehen können. Außerdem konnten wir den Rollisegler besichtigen oder auch eine kleine Segelfahrt mitmachen. Unsere gemeinsame Botschaft lautet: Wir setzen uns für Inklusion ein, denn Vielfalt bereichert das Zusammenleben, wie beim Segeln.  
Die Veranstaltung wurde von der „Aktion Mensch“ gefördert.
Bericht und Bild: Peter Braun

Bild: Der Herold begrüßt unsere Mitglieder vor der Tourist-Info am Alten Bollwerk 9
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: Der Herold begrüßt unsere Mitglieder vor der Tourist-Info am Alten Bollwerk 9

Städtetest in Ueckermünde
Am 6. Mai 2017 trafen sich 26 Mitglieder aus Burg Stargard, Neubrandenburg, Rostock und Ueckermünde zu einem kleinen Stadtrundgang in Ueckermünde. Begleitet und geführt wurden wir durch den Herold Eckard Babrunz. Neben den vielen neuerrichteten und herausgeputzten Bauten, erfuhren wir auch Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt und dem Ukranenland. Dass sich die Stadt und die Tourismusregion um Ueckermünde in den letzten Jahren gut entwickelt hat und viele Barrieren beseitigt werden konnten, davon haben wir uns selbst überzeugt.
Bericht und Bild: P. Braun, 06.06.2017

zum Vergrößern bitte hier klicken

5. Mai - Demo in Berlin
Einige Mitglieder aus unserem Landesverband ließen es sich trotz erschwerter Bedingungen im Regionalverkehr nicht nehmen und fuhren am 5. Mai zur DEMO nach Berlin. Wie jedes Jahr ging die DEMO bis zum Brandenburger Tor wo dann die Abschlusskundgebung stattfand. Unter anderen, Ali Amambajew vom kasachischen Behindertenverband überbrachte zusammen mit Ilja Seifert die Grüße aus Kasachstan.
Man könne sehr viel voneinander lernen und müsse noch sehr viel tun. Auch in die andere Himmelsrichtung erklärten sich die TeilnehmerInnen der Demonstration mit den vielen behinderten Menschen in den USA solidarisch, die derzeit gegen den Abbau erkämpfter Rechte kämpfen müssen.
P. Braun, 06.05.2017
Hier finden Sie unsere Forderungen an die Landespolitik:
• Datei: Antrag_D01-Debatte_2017.doc

Bild: P.B. An der Stadtmauer wurden Laufbänder verlegt. Hier kann man gut entlang rollen.
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: P.B. An der Stadtmauer wurden Laufbänder verlegt. Hier kann man gut entlang rollen.

Aktionstage um den 5. Mai eröffnet
Aktionstage um den 5. Mai 2017 in MV eröffnet   »ändern
Mit 38 Delegierte und 9 Gästen gab der Landesvorsitzende am 29. April in Neubrandenburg den Startschuss in die Aktionswochen rund um den 5. Mai.
Unter dem Motto: Wir gestalten unsere Stadt / Gemeinde - von der Barrierefreiheit zum Desing für Alle! hielt  Herr Braun einen Power Point Vortrag. Er zeigte gute und weniger gute Lösungen in der Verkehrsplanung, im öffentlichen Raum und im Wohnungsbau sowie Beispiele aus der Interessenvertretung und Verbandsarbeit sowie Beispiele  von der Plakettenverleihung in Stralsund und Burg Stargard, auf. In der anschließenden Diskussion und an Hand der Beispiele wurde deutlich, man braucht einen langen Atem und viele Verbündete, um positive Veränderungen in der Stadt zu erreichen.  

Herr Marcus Graubner, stellv. ABiD Vorsitzender, überbrachte die Grüße des Bundesverbandes und die herzlichen Grüße von Ilja Seifert. Der ABiMV ist eine wichtige Stütze des ABID und für die Selbstvertretung im Land MV und Berlin wichtig. "Die hier aufgeworfenen Probleme sind mir auch durch meine eigene Arbeit im „Salz-Land“ bekannt. Wir werden immer noch nicht ausreichend unterstützt und ernst genommen. Um dies zu ändern, setzen wir uns mit ganzer Kraft auf Bundesebene in Berlin ein.
Am 5. Mai beteiligen wir uns als Mitorganisator an der großen Demo in Berlin. Um 15:00 Uhr treffen wir uns am August-Bebel-Platz. Von da geht es dann zum Brandenburger Tor. Wer die Kraft und die Möglichkeit hat sollte die Aktion in Berlin unterstützen und daran teilnehmen.  
Bei einem Stadtspaziergang konnten sich anschließend Mitglieder von der Entwicklung der Stadt Neubrandenburg innerhalb der Stadtmauern überzeugen.
Wir bedanken uns bei der Aktion Mensch, die unsere Startveranstaltung finanziell unterstützt hat.
Bericht: P. Braun, 29.04.2017
• Datei: 2017.05.05_Pressemeldung_Europaeischer_Protesttag_zur_Gleichstellung_behinderter_Menschen.pdf

Bild: ABiMV-DL. Für dejn Landesverband legen Barbara Mortensen und Heidrun Lips im Gedenken an die Opfer einen Kranz am Mahnmal nieder.
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV-DL. Für dejn Landesverband legen Barbara Mortensen und Heidrun Lips im Gedenken an die Opfer einen Kranz am Mahnmal nieder.

Am Holocaustgedenktag in Ueckermünde
Am 27. Januar, dem bundesweiten „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“, führte der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. gemeinsam mit der Stadt Seebad Ueckermünde, dem AMEOS-Klinikum Ueckermünde, der „Arche Ueckermünde“ und der Akademie der Künste Berlin die landesweite „Gedenkveranstaltung für die Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation in der NS-Zeit“ durch. Zahlreiche andere Verbände und auch Schulen unterstützten und beteiligten sich in vielfältiger Weise. Auch der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. war mit Frau Barbara Mortensen, Frau Marlen Deutsch und Familie Otto aus Ueckermünde sowie mit Heidrun und Dieter Lips und dem Burg Stargarder Behindertenbeauftragten Wilfried Schmidt vertreten.
Bereits 1875 wurde die Provinzial-Irrenanstalt bei Ueckermünde für 300 Patienten eröffnet. Unter dem NS-Regime fanden am 23. November 1939 die ersten Deportationen von psychisch kranken und behinderten Patienten aus der Landesheilanstalt Ueckermünde in die Tötungsanstalten nach Hadamar und Bernburg statt. Später wurde hier selbst ein Krematorium eingerichtet und hunderte Patienten zu Tode behandelt. Gedenkworte sprachen der Bürgermeister Seebad Ueckermünde, Gerd Walther, der Leitende Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, AMEOS-Klinikum Ueckermünde; bewegende Worte fand Dorothea Büscheck, Pastorin des Pommerschen ev. Kirchenkreises; Sandra Rieck, Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Sozialpsychiatrie trug die „Todesfuge“ von Paul Celan vor.
Bericht und Foto: D. Lips

Teilhabebericht der Bundesregierung
Der Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen 2016 liegt vor. Er wurde vom ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH im Auftrag des BMAS erstellt.

Der aktuelle Teilhabebericht zeigt wie Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland leben, wie es um ihre Teilhabechancen in einzelnen Lebensbereichen bestellt ist und wo es noch Barrieren abzubauen gilt. Insgesamt zeigt sich, dass die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in vielerlei Hinsicht noch immer eingeschränkt ist. Es gilt häufig: Je schwerer die Beeinträchtigungen, desto geringer sind die Teilhabechancen.

Der Anteil der Menschen mit Beeinträchtigungen an der Gesamtbevölkerung ist von 2005 bis 2013 von 13,3% auf 15,8% gestiegen. Die Entwicklung der Teilhabe im untersuchten Zeitraum verläuft nicht in allen Lebensbereichen einheitlich. Über den Stand der Barrierefreiheit im Gesundheitswesen gibt z.B. es kaum Daten. Eine bundesweite Befragung der Stiftung Gesundheit zeigt, dass nur 11% der niedergelassenen Arzt- und Psychotherapiepraxen Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen.

Insgesamt ist bei den gesundheitlichen Versorgungsstrukturen die Datenlage, so der Bericht, beim Zugang zu Gesundheitsleistungen nicht zufriedenstellend. Die fehlenden Informationen betreffen zum einen Informationen zur derzeitigen Situation, d.h. zum Anteil der Menschen mit Beeinträchtigungen,
- die von Barrieren bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen berichten,
- die aufgrund von Barrieren auf die Inanspruchnahme verzichten,
- die Gesundheitsleistungen in Folge zu hoher Kosten nicht in Anspruch nehmen,
- deren Bedarfe aufgrund unzureichender Angebote nicht gedeckt werden,
- deren Wunsch- und Wahlrecht im Bereich der gesundheitlichen Versorgung eingeschränkt ist,
- die auf ihre Beeinträchtigungen bezogene Benachteiligungen durch Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen erleben.

Zum anderen fehlen Informationen darüber, welche Art von Barrieren besondere Schwierigkeiten bereiten, welche Benachteiligungserfahrungen gemacht werden und wie betroffene Menschen mit Beeinträchtigungen den Zugang zu und die Nutzbarkeit von Gesundheitsleistungen subjektiv bewerten. Diese Informationen sollen in Zukunft im Rahmen eines Teilhabesurveys gewonnen werden.

Martina Sitte per Mail, vom 26. Jan. 2017
Referentin Politik/Unternehmensentwicklung
AOK-Bundesverband
• Link: Teilhabebericht über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen

Wann tritt was in Kraft!
Der Bundesrat hat dem Bundesteilhabegesetz zugestimmt. Es ist zum 01.01.2017 in Kraft getreten, allerdings sind hier verschiedene Stufen der Inkraftsetzung zu beachten. Das Bundesteilhabegesetz wurde im Bundesgesetzblatt Nr. 66 am 29.12.2016 veröffentlicht.
Ebenso hat der Bundesrat dem Dritten Pflegestärkungsgesetz zugestimmt, es ist auch zum 01.01.2017 in Kraft getreten.
Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) und den Pflegestärkungsgesetzen II und III (PSG II und III) werden umfangreiche Änderungen in den Sozialgesetzbüchern vollzogen.
P. Braun,07.02.17
• Datei: Anlage_BTHG_Wann-tritt-was-in-Kraft.pdf

Aktuelle Fassung des BTHG
Inzwischen mehren sich Anfragen Betroffener, was sich denn nun nach dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) ab Januar für sie zum Guten (insbesondere bei Einkommens- und Vermögensgrenzen) ändern wird. Leider ist zu befürchten: So gut wie nichts!
Das war ja die ganze Zeit unseres Abwehrkampfes über unser (Denk)Fehler: Wir tappten in die Falle. Redeten nahezu ausschließlich über die Eingliederungshilfe. Hinweise auf die "Hilfe zur Pflege" (und die PSG II und III) verhallten fast ungehört. Am 16. Dezember erhielt das Bundesteilhabegesetz (BTHG) die mehrheitliche Zustimmung durch den Bundesrat. Ob und inwieweit die Bundesländer und Kommunen, im Rahmen ihrer Gestaltungskompetenz, dieses mangelhafte Gesetz im Sinne der Betroffenen umsetzen, müssen die Behindertenverbände in den Ländern aufmerksam verfolgen. Sie könnten im Rahmen ihrer Kompetenzen gegensteuern, wenn es zu Verstößen gegen die Behindertenrechtskonvention komme.
Zu seinem endgültigen Inkrafttreten bedarf es nur noch die Unterschrift des Bundespräsidenten und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.
Ilja Seifert, 18. Dez. 2016
Die aktuelle Fassung hier:
• Datei: bundesteilhabegesetz.pdf

Bild: ABiD (auf dem Foto v.l.n.r: Prof.Dr. Swantje Köbsel, Elisabeth Scheier, Lutz Kaulfuß, Dr. Ilja Seifert, Reiner Schwarzbach, Dr. Rolf Schmachtenberg, Dr. Carola Brückner)
zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiD (auf dem Foto v.l.n.r: Prof.Dr. Swantje Köbsel, Elisabeth Scheier, Lutz Kaulfuß, Dr. Ilja Seifert, Reiner Schwarzbach, Dr. Rolf Schmachtenberg, Dr. Carola Brückner)

Grüße zum Jahresausklang aus Berlin
Liebe Mitglieder,
ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. 2016 brachte uns neue bzw. novellierte Gesetze, die das Leben von Menschen mit Behinderungen direkt beeinflussen (BBG, BTHG, PSG III).
Der ABiD brachte seine Erfahrungen, Kritiken und Vorschläge über verschiedene Kanäle (Beiräte, DBR, Stellungnahmen, Presseerklärungen, persönliche Gespräche, Demonstrationen) ein.
Leider müssen wir konstatieren, daß uns die Ergebnisse nicht begeistern. Wir werden also auch im neuen Jahr unsere Selbstvertreter-Funktion ausüben müssen.
ABiD-intern können wir stolz darauf sein, unser zweijähriges Projekt "AltWerden mit Behinderungen - Mittendrin, ein Leben lang" fristgemäß und innerhalb des Budgets - vor allem aber auch mit interessanten Ergebnissen - abgeschlossen zu haben. (Bild: Übergabe der Dokumentation an Dr. Schmachtenberg, BMAS)

Es liegt also nahe, sowohl diese Ergebnisse in den Landes- und Basisorganisationen vorzustellen und zu diskutieren als auch neue und weiterführende Projekte dieser Art zu bearbeiten.

Namens des ABiD-Vorstands wünsche ich Ihnen/Euch einen guten Jahresausklang - möglichst mit positiver persönlicher und gesundheitlicher Bilanz - und uns allen ein erfolgreiches 2017.

Euer/Ihr
Ilja Seifert, ABiD-Vorsitzender
Berlin, 19. Dez. 2016

  Seite mit Inhalt:  1-10  | 11-20 | 21-30 | 31-40 | 41-50 | 51-60 | 61-70 | 71-80 | 81-90 | 91-100 | 101-110 | 111-120 | 121-130 | 131-138 |  »  |  ›ι