Behindertenpolitik auf dem Prüfstand Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde,
das „Übereinkommen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ ( Convention on the Rights of Persons with Disabilities ) der Vereinten Nationen vom 13. Dez. 2006 (kurz: Die UN-Behindertenrechtskonvention) gibt uns neue Impulse, die Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen, verstärkt einzufordern oder auch ganz selbstverständlich für uns zu beanspruchen. Zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem ABiD e.V. werden wir nunmehr schon zum 7 mal die Behindertenpolitik in MV auf dem Prüfstand stellen.
Inklusion! - Dabei sein - von Anfang an!
Mit UN- Behindertenrechtskonvention Empowerment stärken !
Termin: 18. September 2010
Zeit: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Ort: Schwerin
Crowne Plaza, Bleicher Ufer 23, 19053 Schwerin
Teilnehmerbeitrag: 10,00 €
Eine wichtige Voraussetzung für die weitere Umsetzung der Konvention ist das Empowerment der Menschen, ist das Bewusstsein der eigenen Würde und der Menschenwürde! Empowerment ist nicht einfach die Veränderung von gesellschaftlichen und Machtverhältnissen im Interesse von benachteiligten Bevölkerungsgruppen sondern die Gewinnung oder Wiedergewinnung von Kontrolle über das eigene Leben.
Unerlässlich ist die Mobilisierung der Gesellschaft und die Beteiligung der Menschen mit Behinderungen und ihrer Verbände an diesem Prozess.
Mit dieser Tagung wollen wir und können Sie dazu beitragen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf Ihre Unterstützung. Für ein Leben in Selbstbestimmung und Würde!
P. Braun, am 10.08.2010
• Datei:
Einladung_und_ProgrammFEB10.pdf


Bild:ABiMV/PB Aufmerksame Gäste auf der Festveranstaltung in Grevesmühlen
20 Jahre Behindertenverband e.V. GrevesmühlenAnlässlich seines 20-jährigen Bestehens hatte mich die Vorsitzende, Frau Uta Seidel, zum 27.06.2010 nach Grevesmühlen eingeladen. Gerne folgte ich der Einladung zumal es auch eine gute Zugverbindung gibt. Allerdings in Grevesmühlen hatte die Bahn schon lange keinen Rollstuhl mehr ausgeladen und lehnte meine Fahrt zunächst ab!
Aber so schnell lasse ich mich nicht entmutigen und alle staunten, als ich pünktlich mit der Bahn anreiste. Es hat sich wirklich gelohnt, denn ich konnte viele neue Eindrücke gewinnen und auch sehen was der Behindertenverband vor Ort alles in 20 Jahren aufgebaut hat.
Gefeiert haben wir im schönen Vereinshaus mitten in der Altstadt. Viele Mitglieder, Gäste und Freunde sind vorbei gekommen und haben gratuliert.
Konsequent und beharrlich führt Frau Seidel den Behindertenverband seit 20 Jahren an und hat besonders die Inklusion von Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen in die Kommune befördert. Dies haben alle mit einem Fest der Lebensfreude an diesem Tag gefeiert!
P. Braun, 04.07.2010


Bild: ABiMV/PB Der Vorsitzende, Herr Frahm, zeichnet Mitglieder aus
20 Jahre - Behindertenverband Rostock e.V.Bericht: P. Braun Rostock, am 5. Juni 2010
Vor 20 Jahren, am 7 März 1990, haben einige Aktive den Behindertenverband Rostock e.V. gegründet, um sich in der Hansestadt Rostock frei in einem Verein zu organisieren und um die Interessen von Menschen mit Behinderungen zu vertreten. Im Ringen um die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen hat der Verein in den letzten 20 Jahren in der Hansestadt Rostock viel erreicht. Besonders beeindruckt bin ich vom Stadtverkehr der in weiten Teilen barrierefrei ausgebaut wurde und beispielhaft in Mecklenburg-Vorpommern ist. Dies bringt für alle Menschen ein mehr an Lebensqualität.
Der Behindertenverband Rostock e.V. hat an dieser Entwicklung einen großen Anteil.
Aber es wurde am 5. Juni nicht nur gefeiert und gesungen sondern einige Mitglieder des Verbandes erhielten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engament ein Präsent und eine Urkunde.
Besonders habe ich mich gefreut, dass die Mitglieder an diesem Tag, fast einstimmig, der Resolution des Landesverbandes "Landesaktionsplan" zugestimmt haben.
Wir werden uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in MV mit Leben erfüllt wird.
Ich wünsche allen Mitgliedern und dem Vorstand weiterhin viel Freude bei Ihrer engagierten ehrenamtlichen Arbeit und Interessenvertretung und immer die notwendige Kraft, Ausdauer und Gesundheit, um in den nächsten Jahren weiter so erfolgreich und selbstbewusst für eine Kommune Rostock ohne Barrieren und ohne Benachteiligungen eintreten zu können!


Bild:SBV/PB In der KITA - Märchenwald spielt Frau Priebe auf der Mundfiedel
Herzlichen Glückwunsch zum KindertagHeute zum Internationalen Kindertag waren der Landesvorsitzende mit Mitgliedern des Stargarder Behindertenverbandes e.V. in der KITA - Märchenwald Burg Stargard zu Besuch, um den Kindern zum Kindertag zu gratulieren und natürlich um kleine Geschenke zu überbringen.
Seit einigen Jahren besuchen wir uns monatliche und haben viel Spaß und Freude beim Singen, beim Basteln und beim Spielen.
Wir freuen uns schon jetzt auf weitere gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern. Sie geben uns die Kraft, uns weiterhin für Kommunen stark zu machen, in der ALLE Menschen unterschiedlicher Lebensalter und Lebensformen gleichberechtigt und ohne Diskriminierung leben können.
Zum Internationalen Kindertag 2010 wünschen wir uns Chancengleichheit für alle und eine bessere Kinder- und Familienpolitik von der Landesregierung in MV.
Nötig ist es allemal, denn eine Gesellschaft wo Kinderreichtum ein Armutsrisiko ist, sind Veränderungen nötig.
P. Braun, am 01. Juni


BilD:ABiMV/PB Herr Rehmer, Vorsitzender des Behindertenverbandes Schwerin e.V.
20 Jahre - Behindertenverband Schwerin e.V.In den letzten 20 Jahren ist Schwerin schöner und lebenswerter geworden!
Daran hat der Behindertenverband Schwerin e.V. einen großen Anteil, denn wenn es um die Belange der Menschen mit Behinderungen geht redet er ein gewichtiges Wörtchen mit.
Seit 26.05.1990 gibt es diesen Interessenverband für behinderte Menschen in Schwerin.
Im Haus der Behinderten- und Senioren im "Bertha Klingberg Haus" in der Max-Planck-Straße 9a wurde dieses Ereignis mit Gesang und guten Wünschen gefeiert.
Alle Gratulanten würdigten das große Engagement des ehrenamtlichen Vorstandes und des Vorsitzenden Manfred Rehmer.
Diesen guten Wünschen schließt sich der Landesverband an und wünscht weitere Erfolge in der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen in der Landeshauptstadt.
Herzlichen Glückwunsch
P. Braun, Landesvorsitzender, 26.05.10


Foto: ABiMV/GB. Bike und Rollstuhl machen sich fertig zur Ausfahrt
Aktionstag in Güstrow - Biker sind dabei! Eine Rundfahrt durch Güstrow - Bericht: Günther Bischof
Am 08. Mai 10 fand in Güstrow anlässlich des "Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" ein Aktionstag vom Behindertenverband Güstrow e.V. mit Unterstützung des Bikerclubs „Grey Bulls“ statt.
Auf dem Gelände „Alte Molkerei“ am Ulrichplatz treten alle gemeinsam dafür ein, dass die Uno Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von der Landesregierung in Landesrecht zügig umgesetzt wird. Im Gespräch kam deutlich hervor, dass es noch ein weiter Weg ist bis die Intentionen der UN- Konvention im täglichen Leben erfüllt ist.
Am Nachmittag standen unter dem Motto: Inklusion - dabei sein! ein gemeinsamer Nachmittag von Menschen mit und ohne Handicaps. Bei Kaffe und Kuchen und Livemusik wurden aktuelle Themen, die nicht nur Menschen mit Behinderungen betreffen diskutiert.
Unsere Bikerfreunde aus Güstrow und vom MC RT- Club Parchim und der Flat Igelz Dobbertin haben mit ihren Maschinen die Aktionsteilnehmer zu einer Fahrt durch Güstrow eingeladen.
Für viele Menschen mit einer Behinderung ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen.


Bild: Grey Bulls / Stolzer Harley-Gespann-Copilot
Grey Bulls ohne BerührungsängsteSehr geehret Damen und Herren, Hallo Freunde,
für die Unterstützung bei der Durchführung des Aktionstages mit Motorradcorso für Menschen mit Handycap, anlässlich des "Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen", möchten sich die Grey Bulls bei allen Partnern und Freunden recht herzlich bedanken.
Besonderer Dank gilt den Gespannfahrer des MC RT- Club Parchim und der Flat Igelz Dobbertin sowie weiteren Teilnehmern die mit ihren Gespannmaschinen spontan angereist sind. Wir danken auch den Kollegen der Polizeiinspektion, den Kontaktbeamten der Stadt Güstrow,
sowie den Kameraden des DRK- Krerisverbandes Güstrow. Sie haben einen Super Job gemacht, den Motorradkonvoi sicher durch Güstrow
geleitet und sich auch vor Ort, durch Gespräche mit den Gästen in die Veranstaltung integriert.
Der Band NYABINGHIA sorgte für die musikalische Umrahmung mit deftigem Reggae- Sound, für diesen spontanen Auftritt möchten wir danken.
Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns beim Famila- Markt im Heideweg, der Firma MVS (Objekt "Alte Molkerei"),
bei der BrinckmannBleimann GmbH, sowie beim Bikershop Triemer und dem Zweiradhaus Draeger aus Güstrow.
Zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben ebenfalls die Verkehrswacht Güstrow, der Filmclub vom Phönix und die Betreuer sowie Teammitglieder E-Hockeymannschaft "Nording Bulls" vom SV 90 Lohmen.
Dem Motto der Veranstaltung entsprechend, haben Menschen mit- und ohne Handycap einen gemeinsamen Nachmittag verbracht und alle Beteiligten hatten bei Kaffe und Kuchen und Livemusik, die Möglichkeit aktuelle Themen, die Menschen mit Behinderungen betreffen und künftige gemeinsame Aktionen, zu besprechen. Die geplante Motorradausfahrt, gemeinsam mit interessierten Gästen mit- und ohne Handycap war der Höhepunkt und die Tour musste auf Grund der großen Nachfrage gleich zweimal gefahren werden. Auch einige Mitglieder der befreundeten Nording Bulls konnten bei der Ausfahrt mit dabei sein und und die Grey Bulls konnten somit ein altes Versprechen einlösen.
Auf die Frage, ob Ihm die Ausfahrt im Beiwagen Freude bereitet hat, antwortete der Torwart der Nording Bulls Günther Bischof, der extra aus Neubrandenburg angereist war, "Für mich ist Heute ein großer Traum in Erfüllung gegangen". Diese Aussage und die vielen glücklichen Gesichter der "Mädels und Jungs" in den Beiwagen während der Ausfahrt, sollten Anlass genug sein, diese Aktion im kommenden Jahr zu wiederholen!
Mit freundlichen Grüßen „Silver“
"Grey Bulls"
Biker Interessengemeinschaft Güstrow
Torsten Köpnick
E-Mail: greybulls@t-online.de
Homepage: www.greybulls.de
Pressebericht:
• Link:
Artikel in der SVZ


Bild:SBV/Frau Bartsch Die Jury bewertet die Bilder
Kinder malen für ein lebenswertes Burg StargardDie Aktion Mensch forderte in diesem Jahr im Rahmen der Aktionstage zu einem Malwettbewerb auf.
Unser Verein, der Stargarder Behindertenverband e.V., richtete anlässlich seines Aktionstages am 8. Mai am Walkmüllerweg 4a eine Bastel- und Malstrasse ein und wir war gespannt wie die Kinder das Thema bildlich umsetzen würden. Frau Nagel, gelernte Kunsterzieherin, leitete die Kinder an und versuchte sie für die Themen zu sensibilisieren.
Was ist Inklusion? Und wie kann sie bildlich dargestellt werden? Oder wie stellst Du Dir eine Stadt Burg Stargard ohne Barrieren vor? Das war nicht einfach, da insbesondere für die kleinen Künstler die Thematik neu war und der einsetzende Regen ihnen nicht viel Zeit ließ.
Trotzdem tat sich die Jury schwer, aus den vorliegenden Zeichnungen, den Sieger des Malwettbewerbs zu nominieren. Ein Bild aus Burg Stargard werden wir bei der Aktion Mensch einreichen und damit am Wettbewerb „Inklusion dabei sein!“ teilnehmen.
Frau Nagel lädt ab 19. Mai, um 14.00 Uhr in das Tageszentrum, Bachstrasse 8 die Kinder zu einem Malkurs ein, um weiter an dem Plakat zu malen.
Barrieren wurden ganz selbstverständlich weggelassen und eine Stadt Burg Stargard, mitten im Grünen, mit vielen Bäumen, Bergen und Blumen und ohne Autos gemalt.
Überzeugen Sie sich selbst und schauen sich die Bilder in der Bildergalerie an!
P. Braun, 9.05.10
• Link:
weitere Berichte und Bilder auf den Seiten des SBV e.V.
• Datei:
NordkurierBerichtSBV.pdf


Bild:ABiMV/PB Mitglieder des Regionalverbandes Müritz e.V. am Protesttag in Berlin
Europäischer Protesttag in BerlinAm 5. Mai, dem Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, waren fast 20 Mitglieder aus unserem Landesverband, aus der Hansestadt Stralsund, aus der Region Müritz und aus Burg Stargard, in Berlin und haben die Aktionen unter dem Motto: "Inklusion - Dabei sein von Anfang an!" am Brandenburger Tor und am Reichstag unterstützt.
Mit viel Engagement und Kreativität haben Menschen aus Berlin und aus vielen Bundesländern gezeigt, dass Sie ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft sind und sich für die Gleichstellung von Menschen stark gemacht!
Wir schließen uns der Forderung nach einer inklusiven Gesellschaft an und werden uns auch in Mecklenburg-Vorpommern dafür einsetzen, dass die UN- Behindertenrechtskonvention mit Leben und mit Gesetzen erfüllt wird. In Berlin haben wir an diesem Tag viele Eindrücke und neuen Mut mit genommen.
P. Braun, Landesvorsitzender 06.05.10


Bild: ABiMV/P.B. Großes Interesse in Neubrandenburg am Thema Bildung
Diagnoseförderklasse in MV - ist keine Inklusion! Mit großen Erwartungen nahm ich am 03. Mai in der Hochschule Neubrandenburg am Forum: „Inklusion – Dabei sein von Anfang an!“ teil. Eingeladen hatte das Neubrandenburger Aktionsbündnis anlässlich des Europaweiten Aktionstages behinderter Menschen 2010, um sich dem Thema unter dem Blickwinkel der schulischen Bildung zu nähern.
Vertreter aus dem Ministerium Bildung, Wissenschaft Kultur, dem Schulamt, der Jugend- und Sozialhilfe, aus Kitas und Schulen, Verbänden und Organisationen, Eltern, Schüler und interessierte Menschen waren gekommen, um über Artikel 24 „Bildung“ der UN- Behindertenrechtskonvention zu diskutieren und sich über die gegenwärtige Situation in Neubrandenburg auszutauschen. Die Vertreter der Behörden beschworen das einzigartige Projekt der Diagnoseförderklassen in Mecklenburg-Vorpommern gemäß § 14 Schulgesetz. In Neubrandenburg erhalten zum Beginn des neuen Schuljahres 26 Schüler in zwei Diagnoseförderklassen ( an zwei verschiedenen Grundschulen ) sonderpädagogischen Unterricht. Die Frage wurde aufgeworfen: Ist dies wirklich schon eine inklusive Schule oder vielmehr eine Sonderbehandlung von Schülern, nur jetzt in Sonderklassen an der Grundschule? Die Behörde beruhigt die Besorgten: Jedenfalls werden 6 Sonderpädagogen neu eingestellt, um das Projekt weiter fachlich zu begleiten und zu kontrollieren. Vorher werden sie wahrscheinlich wieder über 10 % der Schulanfänger in MV ausgesondert haben und ihnen sonderpädagogischen Förderbedarf bescheinigen.
Diese Aussonderungsquote ist doppelt so hoch wie in den Alten Bundesländern!
In der Diskussion wurde mir deutlich, es fehlt immer noch ein neuer Bildungsansatz, um die Überwindung einer auf den traditionellen Erziehungs-, Bildungs- und Unterrichtssystemen beruhenden, auf Separierung und Ausgrenzung basierenden Gesellschaft, entgegen zu wirken.
Zu Hause, beim Nachlesen im Schulgesetz für Mecklenburg-Vorpommern, bleibt meine Befürchtung, dass Eltern und Kinder trotz UN- Behindertenrechtskonvention von den Schulbehörden in MV weiter entmündigt werden.
Denn gemäß Schulgesetz- SchulG M-V § 141werden nach Maßgabe dieses Gesetzes "Die Grundrechte der Freiheit der Person und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 und Artikel 13 des Grundgesetzes) eingeschränkt."
Nachbetrachtung: P. Braun, am 3. Mai 2009
• Datei:
SchulenSpiegelbericht.pdf