Aktuelles aus der Verbandsarbeit

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Bild:ABiMV/PB Mitarbeiter/innen der OLA und Vertreter/innen der Verbände im Seminargespräch und im Erfahrungsaustausch
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Mitarbeiter/innen-Schulung bei der OLA
In der Zielvereinbarung vom 3. Dez. 2007 hatten sich die Verbände verpflichtet zur Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen an Schulungen des Unternehmens teilzunehmen.  Ziel der Schulung ist es das Zugpersonal auf die noch bestehenden Mobilitätsbehinderungen  für Menschen mit Behinderungen in den Zügen der Ostseelandverkehr GmbH und auf den Bahnhöfen und Haltestellen aufmerksam zu machen und  durch Schulung und Sensibilisierung das Zugpersonal zu befähigen, auf die Bedürfnisse von Fahrgästen mit unterschiedlichen Behinderungen und Unterstützungsbedarfen im Betriebsablauf situationsbedingt und angemessen reagieren zu können und deren Sicherheit zu gewährleisten.  

Im Einzelnen waren dies folgende Inhalte:
o Maßnahmenvermittlung zur Gewährleistung der Sicherheit für Fahrgäste mit Behinderungen beim Reisen mit den Zügen des Unternehmens.
o Übungen für die fachlich richtige Handhabung von Hilfs- und Betreuungs-leistungen „Betreutes Fahren“ in den Zügen  insbesondere beim Zu- und Ausstieg.
o Hinweis auf Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten (Zwei- Sinne-Prinzip) für Reisende mit Sinnesbehinderungen durch den Einsatz neuer Medien und barrierefrei zugängiger Fahrpläne und Aushänge.      
o Überblick über Vorgaben und gesetzliche Bestimmungen zur Schaffung von Barrierefreiheit im ÖPNV.

Vom 5. Dez. bis zum 23. Februar 2012 haben wir, der ABIMV, der BSV M-V und der DSB, insgesamt 7 Schulungen mit 54 Zugbegleiter/innen  erfolgreich durchgeführt. Die Übergabe eines Zertifikats soll pressewirksam in Schwerin erfolgen.  
Bericht /Foto: P. Braun 23.02.2012

AOK-Forum - Schweriner Gespräche
Zum 2. Schweriner Gespräch, am 24.01.2012 lud die AOK Nordost in das Hotel Crowne Plaza ein. Die Einladung wurde mit der Frage formuliert:
Wie kann die Gesetzliche Krankenversicherung zukunftsfest finanziert werden?

Das einleitende Referat hielt der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Uni-versität Duisburg-Essen. Er ging davon aus, was die Finanzentwicklung der GKV in der Vergangenheit beeinflusst hat. Es besteht eine Schere zwischen den beitragspflichtigen Ein-nahmen und der Bruttoinlandsproduktion. Die Gründe dafür sind die Entwicklung des Arbeitsmarktes, Arbeitslosigkeit, Formen der Einkünfte. Politische Entwicklungen sind mit Verschiebebahnhöfen zu vergleichen. Ausgabenseitig gesehen sind von 1991 – 2010 besonders stark Arzneimittel, Krankenhauskosten, Bezahlung der Ärzte, Hilfsmittel und weitere Arten gestiegen.
Für die Zukunft sind grundsätzlich die gleichen Faktoren wie in der Vergangenheit zu erwarten. Besonders stark umstritten ist die Frage, wie stark der medizinisch-technische Fortschritt in der Zukunft in Hinsicht auf den Finanzbedarf wirkt. Mit statistischen Angaben belegte er die besonderen Faktoren in den neuen Bundesländern. Es gibt mehr ältere Menschen. Die Wirtschaftskraft in den neuen Bundesländern wird voraussichtlich auch in der Zukunft hinter der des Westens zurückbleiben – bei höherer Morbidität und gleichen Preisen für die Gesundheitsleistungen.
Prof. Dr. Wasem warf die Frage auf, ob es einen Königsweg gibt. Welche Reformgesetze
brauchen wir? Anforderungen und Beurteilungskriterien:
- Finanzielle Ergiebigkeit und Nachhaltigkeit
- Arbeitsmarktwirkungen
- Ansatzpunkte einer Finanzreform
- Pflichtversicherung
„Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei auch eine stärkere Belastung der Rentner sinnvoll, meinte Prof. Dr. Wasem. Bisherige Reformen im Gesundheitswesen hätten zu wenig versucht, die Einnahmen der GKV zu stabilisieren, so der Wissenschaftler – auch, weil parteipolitische Debatten eine Verständigung unmöglich gemacht hätten.“ (Zitat aus der Schweriner Volkszeitung).

Eine Moderatorin führte anschließend ein Podiumsgespräch mit der Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD), dem Gesundheitsexperten MdB Jens Spahn (CDU) und mit Prof. Dr. Wasem. Einige Fragen wurden angeschnitten. Zum Beispiel, dass zurzeit Rücklagen in Milliardenhöhe vorhanden sind, trotzdem gehen die Beiträge nicht herunter. Zu beachten ist auch, dass immer über Einnahmen gesprochen wird, über Ausgaben eher nicht. 60 % der Ausgaben sind bedingt durch eigene Lebensweise. Ein weiterer Punkt sind Präventionsleistungen. Prof. Dr. Wasem meinte hingegen, dass nach heutigen Erkenntnissen Prävention nicht kostensparend ist.

Insgesamt gab es wiederum zu wenig Zeit für Fragen oder Diskussionen des Publikums
und vor allem kein für mich zufrieden stellender Ausblick auf die Zukunft. Auch von den Experten der Krankenkassen selber kamen keine eigenen Vorschläge. Ich vermisste
wenigstens im Ansatz weitere Zusammenlegung von Krankenkassen oder durch-greifende Präventionen usw..
Bericht: Erika Dittner, 14.02.2012

Neujahrsempfang - bitte ohne alltägliche Diskriminierung!
Einladung des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern in die Landeshauptstadt Schwerin
Bericht: Erika Dittner

Herr Sellering lud für den 18. Januar 2012 zum Neujahrsempfang in das Staatstheater ein. Für den Allgemeinen Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. durfte ich daran teilnehmen. Die Staatskanzlei bat vorher um eine Rückmeldung, dabei teilte ich gleich mit, dass ich mit einem Elektrorollstuhl kommen werde. Zwei Tage vor dem Empfang wurde ich angerufen und gebeten, mit dem Staatstheater zu sprechen. Das war sowieso geplant, denn mit dem Rollstuhl gelange ich nicht vom Haupteingang ins Theater, dort gibt es Stufen und auch nach bzw. bei der Sanierung wurde an der Situation nichts geändert. Seitlich am Theater gibt es eine Tür, die üblicherweise verschlossen ist, von dort geht es mit einem Hublift die Treppe hinauf. Beim Theater rief ich einen Tag vorher an, bat darum, dass die Tür geöffnet wird.
Am Mittwoch nun erschien ich sehr früh, sah schon einen Rollstuhlfahrer am Seiteneingang und dachte mir, das passt prima. Als die Tür allerdings geöffnet wurde und ich schon auf dem Lift stand, rückte und rührte er sich nichts. Was nun? Die Mitarbeiterin des Theaters hatte die Tastatur in der Hand, sah sich dann meinen Rollstuhl an und meinte, dass dieser zu schwer sei.
Toll, das hatte ich nicht erwartet. Mir blieb nichts anderes übrig, ich konnte wieder gehen, bat sie jedoch, mitzuteilen, dass ich sehr enttäuscht bin, nun den Ministerpräsidenten nicht im Saal des Theaters hören und sehen zu können. Mir war bekannt, dass es nach der Ansprache und den Auszeichnungen weiter geht im Konzertfoyer mit Speisen, Getränken und Gesprächen.
Eine Stunde später fuhr ich zu einem anderen Seiteneingang des Theaters, auch dort musste die Tür erst aufgeschlossen werden und der Fahrstuhl in Gang gesetzt werden. Er funktionierte.
Der Saal war noch ohne Gäste, Mitarbeiter der Catering-Firma eilten hin und her, erledigten die letzten Verrichtungen. In aller Ruhe drehte ich meine Kreise, sah mir den schönen Saal an, auch noch zwei Nebenräume, die ich noch nie sah. Bei den Rundfahrten entdeckte ich, dass es Rindergulasch und Nudeln gibt, Kürbissuppe und Kuchen. An einem weiteren Stand gab es Getränke. Im Saal standen viele Stehtische. Ich guckte mich im Saal um, dachte, dass ich überall im Wege stehen würde, hörte aus der Ferne Beifall klatschen, guckte aus dem Fenster, suchte mir schließlich
einen Stehplatz und entdeckte in einer Ecke zwei Tische mit je vier Stühlen. Nur führte dort eine Stufe hin. Die Leiterin der Catering-Firma war sehr nett und fragte mich, ob ich mich nicht dort hinsetzen möchte. Ich wies auf die Stufe hin und sie meinte, dass die Kellner mich hochtragen können. Vier Kellner kamen, schon war ich oben. Der Platz war gut, allerdings in der Ecke, machte aber letztendlich nichts. Von der Staatskanzlei kam ein Mitarbeiter zu mir und entschuldigte sich, dass ich nicht in den Großen Saal konnte. Später erschien der Chef des Protokolls, setze sich zu mir und sprach sein Bedauern aus. Ich sagte ihm, dass so etwas einfach nicht geht, erzählte ihm, dass ich im IFR und auch in der Arbeitsgruppe Barrierefreiheit, welche sich genau mit der gleichen Thematik beschäftigt und dass die UN- Behindertenrechtskonvention so etwas nicht zulässt.
Inzwischen kamen die Gäste in den Saal, plötzlich waren die Stühle an meinem Tisch auch besetzt, z. B. saß der Botschafter von Bhutan am Tisch und ich bedauerte innerlich sehr, kein Englisch zu können. Später trat wieder ein Mitarbeiter der Staatskanzlei zu mir und fragte, ob ich den Ministerpräsidenten auch gern selber sprechen möchte. Ja, gern.
Die Gäste am Tisch machten große Augen, aber es war eine wunderbare Gelegenheit, meine Enttäuschung auszudrücken, dann auf den Aktionsplan der Landesregierung M-V zur Durchsetzung der Behindertenrechtskonvention zu kommen und zu fragen, wann etwa die Struktur der Ministerien abgeschlossen sein wird.    
Erika Dittner,  Schwerin, 02.02.2012

Empfang mit Hindernissen!
Neujahrsempfang der Fraktion Die Linke. im Landtag und des Landesverbandes
Die Linke. Mecklenburg-Vorpommern am 5. Januar 2012

Als Vertreterin des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hielt ich die Einladung in der Hand und fuhr einfach los zum Veranstaltungsort in der Ritterstraße in Schwerin, ohne vorher nachzufragen, ob denn auch der Fahrstuhl funktioniert oder eventuell die Behindertentoilette defekt ist. Etwas Sorge bereitete mir
nur der Sturm, welcher durch Deutschland fegte, aber am Abend war in Schwerin nicht mehr viel davon zu spüren. In der Ritterstraße angekommen, wollte ich mit dem Fahrstuhl fahren, drückte den Knopf einmal, zweimal, dreimal, viermal, es rührte sich nichts. Einige Zeit später ein neuer Versuch – nichts. Sollte ich nun wütend sein und nach Hause fahren oder abwarten? Ich entschied mich, abzuwarten, was geschehen wird. Sehr zeitig war ich angekommen, 20 Minuten vor Beginn des Empfangs um 18.00 Uhr. Lächelnd und gelassen stand ich neben dem Fahrstuhl, hatte vor mir die Treppe nach oben genau im Blick (eine Situation, die so viele von uns sehr gut kennen).
12 Stufen führten hinauf, ein kleiner Absatz, weitere acht Stufen folgten.
Inzwischen trafen nach und nach die Gäste ein. Viele bekannte Leute. Manche eilten vorbei wie der Minister Her Brodkorb, einige fragten, ob sie helfen können. Die ersten Fragen-ich bat, den Betreiber zu fragen (falls sie ihn sehen), was mit dem Fahrstuhl ist. Es hätte ja sein können, dass er oben nur blockiert bzw. festgehalten wird. Der Betreiber kam die Treppe hinunter, erklärte, dass der Fahrstuhl defekt ist, er hätte jedoch schon den Monteur angerufen und dieser wollte etwa in einer halben Stunde kommen. Ich wartete weiter. Die nächsten Gäste strömten ins Gebäude, fragten, ob sie helfen können, mehrere boten an, mich hochzutragen, nicht ahnend, wie schwer ein E-Rollstuhl ist und ich noch dazu. Das lehnte ich lieber ab – aus Sorge um die Helfer und um mich selber. Wieder kam der Betreiber die Treppe herunter, es war ihm sichtlich unangenehm, aber so etwas kann natürlich jeden Tag passieren, dass die Technik nicht mitspielt, dafür konnte keiner etwas.
Die Zeit verging, noch immer kamen Gäste, Herr Kümmritz, der Theaterintendant bot an, mich hochzutragen, auch Frauen wollten helfen. Die Veranstalter und die Gäste konnten es eindeutig sehen, eine hohe Treppe und für mich bedeutete es Stillstand. 22 Minuten nach 18.00 Uhr hatte ein Monteur den Schaden behoben, ich konnte nach oben fahren, in den Saal, die Reden hatten längst begonnen, waren fast beendet. Die Gäste standen, ich sah Rücken, einige drehten sich um, kurze Augensprache: „Oh, oben angekommen?“ Lächelnd: „Ja, alles in Ordnung.“
Herr Bockhahn, Herr Holter und die Oberbürgermeisterin Frau Gramkow hielten kurze Reden, anschließend gab es Speisen vom Büfett und Getränke. Stehtische im Saal,
jedoch auch Tische und Stühle, so dass man nicht unbedingt mit Teller, Besteck und einem Glas jonglieren musste. An meinem Tisch kam ich mit einer Schulleiterin aus Bützow in ein anregendes Gespräch, erfuhr vom Schulalltag, erzählte selber von der Tätigkeit im ABiM-V e. V., sprach noch mit Abgeordneten und der Abend klang doch noch angenehm aus.
Erika Dittner, Schwerin, 02.02.2012

Bild:ABiMV Herr Peter Braun, Landesvorsitzender, (links unten im Bild) übergab an Herrn Christian Schad, Herrn Günther Bischof (von oben rechts) Herrn Gerd Rau, Frau Marion Scheffler, Herrn Eberhard Heise und an Frau Gisamarie Fürstner eine Ehrenurkunde
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Weltbehindertentag 2011 festlich begangen
Heute, am 3. Dez., am Weltbehindertentag kamen über 70 Mitglieder und Freunde des ABiMV aus dem Land in Malchow zusammen, um auf die Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen. Anspruch und Wirklichkeiten klaffen weit auseinander. Das merken wir besonders, wenn es um die Antragstellung eines Persönlichen Budgets geht. Hier werden uns häufig mitmenschlicher Respekt und Achtung versagt. So werden wir in unserer Entwicklung und der Entfaltung eigener Möglichkeiten eingeschränkt und in unserer Würde verletzt.
Der Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention liegt immer noch nicht vor. Die Forderungen der Verbände vom 1. Tag der Menschen mit Behinderungen im Landtag vom 28.10.2011 werden nicht aufgegriffen. Ein/e Behindertenbeauftragte/r im Land wurde nicht berufen, ja selbst die Stelle des Bürgerbeauftragten ist seit dem 4. September 2011 vakant und nicht mehr besetzt.
Behindertenbeiräte und Behindertenbeauftragte in den neuen Kreisen wurden immer noch nicht berufen. Damit fehlen wichtige Gremien für unsere Interessenvertretung seit über 3 Monaten. Menschen mit Behinderungen werden bis heute häufig auch entgegen Recht und Gesetz, von Behörden eingeengt, benachteiligt und diskriminiert. Unter dem Motto: Inklusion – Dabei sein von Anfang an! haben wir unseren Ehrentag festlich begangen und uns bei unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die Unterstützung bedankt.
Sechs aktive Mitglieder und Mitstreiter/innen wurden mit einer Ehrenurkunde auf der Festveranstaltung geehrt.
P. Braun, 03.12.2011  
• Link: Zur Bildergalerie hier:

• Datei: Grussworte_2011.pdf

Kreise berücksichtigen unsere Belange noch nicht!  
Anläßlich des Welttages der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) erklärt für den Allgemeinen Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. "Für Selbstbestimmung und Würde“  (ABiMV) dessen Vorsitzender, Peter Braun:

Die Befürchtungen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen bei der Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern unterm Tisch fallen, scheinen sich zu bestätigen.
In den Landkreisen werden die strukturellen Veränderungen erst geplant und vorbereitet. Behindertenbeauftragte und Behindertenbeiräte sind/werden noch nicht berufen. Es wird von einer langen Sondierungs- und Planungsphase im Jahr 2012 ausgegangen.  
Arbeitsfähig sind die neuen Kreise bis jetzt noch nicht.

Wir fordern im Rahmen der Landkreisneuordnung Strukturen die den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen und dem demografischen Wandel gerecht werden und geeignet sind den Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe zu befördern sowie eine
Kommunalpolitik, die sich an der der UN-Behindertenrechtskonvention ausrichtet.
In den Kreisen sind zügig hauptamtliche Behindertenbeauftragte und ehrenamtliche Behindertenbeiräte zu berufen und zu bilden.  

Wir sehen in der UN- Behindertenrechtskonvention ein großes Innovationspotential für die gesamte Gesellschaft, wenn Respekt und Anerkennung menschlicher Vielfalt das Zusammenleben bestimmen und kulturelle Vielfalt und Menschlichkeit die zwischenmenschlichen Beziehungen prägen.

Bild: ABiMV/SN Im Bürgerhaus Penzlin Kinder ohne Berührungsängste
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Inklusionsprojekt in Penzlin
Schulprojekt Penzlin 22.11.2011
Am 22.11.2011 bin ich, Sylke Ney, mit meinem Assistenten Herr Keller und Rollstühlen nach Penzlin gefahren. Dort findet einmal im Jahr, im Bürgerhaus, ein Projekttag mit  zwei 4. Klassen statt. Ich bin jetzt das zweite Mal dorthin eingeladen worden und habe mich sehr darüber gefreut.
Es geht darum, daß die Kinder lernen keine Berührungsängste mit Menschen mit Behinderung haben zu müssen. Die Schulsozialarbeiterin Frau Maja Podszuk bereitet die Kinder auf diesem Tag sehr gut vor. Die Kinder haben auch dieses Jahr wieder sehr viel Interesse gezeigt, was man an den vielen Fragen erkennen konnte.
Als Abschluß kann man sagen, daß es für beide „Seiten“ ein Erfahrungsreicher und Lehrreicher Tag war. Jeder ging auf den anderen zu!
Gerne würde ich mich 2012 wieder zu Verfügung stellen.
Bericht und Bild: Sylke Ney

Bild: Hanni Rossek privat / Am Flughafen Riga wartet das Spezialfahrzeug 'Simferopol'
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Krim-Urlaub ohne Barrieren
Wie uns Frau Hanni Rossek, Vorsitzende des Regionalverbandes Müritz, so eben mitteilt ist sie mit Edeltraut Schröder wieder gut zu Hause angekommen. Die ersten Eindrücke und Bilder!

Mit dem Auto "Simferopol" wurde Edeltraud Schröder mit Rollstuhl über die Hebebühne ins Flugzeug gebracht. So ein Auto stand auch auf dem Flughafen in Riga zur Verfügung.
In Berlin wurde sie von 2 Helfern über die Treppe ins Flugzeug getragen, weil es nicht am Terminal abflog.
Das Fahrzeug, mit dem Sportler im Zentrum zu den Sportstätten gefahren werden können, ist mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet.
Die Hauptgehwege sind mit Steinen gepflastert, die auch Sehbehinderten eine Orientierung ermöglichen.Während unseres Aufenthaltes weilten Blinde, Sehbehinderte und Gehörlose im Zentrum und bereiteten sich auf ihre Wettkämpfe vor oder weilten zur Reha dort.
Die Zimmer hatten Balkons, bei denen die Brüstungen niedriger ist und Rollstuhfahrern eine gute Aussicht bieten. Die Sanitäranlagen waren selbstverständlich auch rollstuhlgerecht.
Am Strand führten Plattenwege ins Wasser oder, wie auf dem Foto, um die Umkleidekabinen/Duschen ein Gang, damit auch Rollstuhlfahrer das Meer in unmittelbarer Nähe genießen können.
Hanni Rossek

Bild:ABIMV/PB Die Gäste stellen sich im Landttag von NRW vor
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Besuch der REHACARE in Düsseldorf
Vom 22.09.11- 25.09.11 machten wir, Peter Braun und Ricardo Roth, uns mit dem ICE auf den Weg nach Düsseldorf. Am Donnerstagnachmittag angekommen checkten wir im Hotel „Stadt München“ ein und machten uns gleich im Anschluss auf den Weg zur Messe. Dort hatten wir ausreichend Zeit, um uns einen Überblick über die vielen Ausstellungen und die neusten Hilfsmitteln zu machen. Am Abend folgten wir mit der Delegation des ABiD der Einladung zum Landtag von Düsseldorf. Für einen bevorstehenden Internationalen Kongress stellten sich dort unter anderen Gäste aus Kasachstan, Sibirien, Perm, Moskau und Deutschland vor.
Am Freitagvormittag war es dann endlich soweit und die Veranstaltung fand mit dem Thema: "Gemeinsam für die Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention" statt.
Mit den Themenschwerpunkten Bildung und Barrierefreiheit.
Den Abend von diesem lehrreichen Tag ließen wir alle gemeinsam im Hotel „Nikko“ bei einem deftigen Abendbrot ausklingen. Am darauffolgenden Tag wurde über den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Russland berichtet. Verschiedene Erfahrungen wurden ausgetauscht und neue Pläne geschmiedet. Zum Abschluss  genossen Peter und ich bei einen deftigen Hüftsteak und einen kühlen Blonden Bier in der Düsseldorfer Altstadt den letzten Abend. Sonntag machten wir uns auf den Heimweg und ließen in der Bahn die letzten Tage noch mal Revue passieren.
Bericht: Ricardo Roth, 27.09.2011

Bild:ABiMV/AS Auftritt der 'Schrägen Vögel'
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Workshop mit dem ABiMV
Am 26.08.11 war es endlich so weit.  Gemeinsam mit Frau Rossek und
ein paar Mitgliedern aus Waren sowie Herrn Dobbert aus Rostock startete  unsere gemeinsame Veranstaltung.
Den Anfang gestalteten „die schrägen Vögel“ mit einen kleinen aber feinen Programm für „die schrägen Gäste“. Im Anschluss berichtete  Frau Milbrandt über Ihre Tätigkeiten in der Jugendgruppe des Neubrandenburger Behindertenverbandes ausführlich.
Auch Frau Rossek und Herr Dobbert schlossen sich dem ganzen an um über das alltägliche Leben und Arbeiten ihrer Verbände zu berichten. Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen machten wir uns in kleinen Gruppen Gedanken. Dabei ging es unter anderen  über die Wünsche und Ziele von Menschen mit einer Behinderung.
Und somit waren wir auch bei dem Thema Inklusion und Integration angelangt.
Am Abend genossen wir alle zusammmen bei einem deftigen Steak und einer zünftigen Bratwurst den Ausklang der gelungenen Veranstaltung. Somit gab es noch mal die Chance für alle sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Ricardo Roth, 06.09.11

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