Aktuelles aus der Verbandsarbeit

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Bild:ABiMV/CS Claudia Wulf und Christian Schad in Hannover 2010

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiMV/CS Claudia Wulf und Christian Schad in Hannover 2010

Glückwunsch für Bronzemedaille bei Weltmeisterschaft
Christian Schad und Claudia Wulf aus Neubrandenburg ertanzten bei der WM am letzten Wochenende ( 5. bis 7. Nov. 2010) in Hannover eine Bronzemedaille in der Leistungsklasse (LWD 1) in den Lateinamerikanischen Tänzen für Deutschland.
Dies ist eine tolle Leistung und sind eine Werbung für den Rollstuhltanz und für ein selbstbestimmtes Leben in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Landesvorsitzende des ABiMV gratuliert recht herzlich und wünscht weiterhin viel Empowerment und Freude beim Tanzen.
P. Braun, 12.10.2010
• Link: Bilder von der WM 2010

• Datei: NKChristianWM2010.pdf

Bild:ABiMV/D.L. Frau Bernier und Teilnehmer/Innen im Seminarraum

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiMV/D.L. Frau Bernier und Teilnehmer/Innen im Seminarraum

Barrierefreiheit für ALLE - Seminar in Gülstorf erfolgreich durchgeführt
Die Friedrich Ebert Stiftung, Landesbüro Mecklenburg Vorpommern und der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e. V. haben am 5. und 6. Nov. 2010 in Gülstorf wieder gemeinsam ein Seminar durchgeführt. In der Reihe "Behindertenpolitik auf dem Prüfstand" fand das 8. Seminar großen Anklang bei Mitgliedern und Interessenten. Die Architektin, Frau Antje Bernier, erarbeitete unter dem Arbeitstitel: Teilhabe gestalten – Barrierefreiheit für Alle! - die Chancen für die Zivilgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern heraus.  
Die Schaffung von Barrierefreiheit in allen wichtigen Lebensbereichen ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, trotzdem gibt es bei der Umsetzung nach wie vor Probleme und in einigen Bereichen wurden und werden immer noch mit öffentlichen Mitteln neue Barrieren errichtet.
Am 1. Mai 2002 ist das Bundesgesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), in Kraft getreten. Seine wesentliche Intention ist, die Herstellung von Barrierefreiheit in allen öffentlichen Bereichen, das gleiche fordert das  Landesbehindertengleichstellungsgesetz - LBGG M-V seit 2006.
Die gesetzlichen Vorgaben des BGG und des LBGG M-V und auf die Visionen der UN-Behindertenrechtskonventionen hat Frau Bernier besonders hingewiesen, sie eröffnen uns nicht nur Chancen zum Mitgestalten, sondern sie verlangen von den Interessenvertreter/innen behinderter Menschen ein hohes Maß an Kompetenz und Mitwirkung.
Die 32 Seminarteilnehmer wurden ermutigt sich rechtzeitig bei der Planung von Baumaßnahmen in den Kommunen einzubringen und die Interessen von Menschen mit Behinderungen selbstbewußt zu vertreten und sich nicht scheuen, die Erfahrungen als Experten in eigener Sache einzubringen und vertrauensvoll mit Architekten, Planer und Baubehörden zusammen zu arbeiten.  
admin. P. Braun,07.11.10
• Datei: SeminarkonzeptFE2010.pdf

Bild:ABiD Der neue ABiD-Vorstand (von rechts hinten) Egon Haupt, Markus Graubner, Dr. Karl Schran, Peter Braun, Dr. Jürgen Hildebrand, (vorn) Uwe Hoppe, Dr. Ilja Seifert (MdB) und Gabi Schirmer, Simone Hagemann, Schatzmeisterin ist nicht auf dem Bild 

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiD Der neue ABiD-Vorstand (von rechts hinten) Egon Haupt, Markus Graubner, Dr. Karl Schran, Peter Braun, Dr. Jürgen Hildebrand, (vorn) Uwe Hoppe, Dr. Ilja Seifert (MdB) und Gabi Schirmer, Simone Hagemann, Schatzmeisterin ist nicht auf dem Bild

Neuer ABiD- Vorstand in Schönebeck gewählt
Am 23.10.2010 in der Zeit von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr fand in Schönebeck im Haus Luise, im Begegnungszentrum des Allgemeinen Behindertenverbandes Sachsen Anhalt e.V. der XII. ordentliche Verbandstag des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland e.V. (ABiD) statt. 47 Delegierte aus 6 Landesverbänden haben die weite Anreise nicht gescheut, um über die weitere Entwicklung des Verbandes mit zu entscheiden und einen neuen Vorstand zu wählen. Vorher wurden der Bericht des Vorstandes über die Arbeit in den letzten zwei Jahren und der Finanzbericht der Kassenprüfer gegeben. Nach einer engagierten Diskussion wurden die Berichte bestätigt und der Vorstand entlastet. Die satzungsgemäßen Neuwahlen brachten zwei neue Mitglieder in den 9 köpfigen Vorstand, der wieder von Ilja Seifert (MdB) als Vorsitzender, angeführt wird.  In der inhaltlichen Diskussion kamen 4 Anträge zur Abstimmung.
Die Delegierten haben einstimmig beschlossen, dass der ABiD eine Mitgliedschaft bei ForseA beantragt. Die Mitglieder von ForseA setzen sich in beeindruckter Weise für das Recht auf personale Assistenz und für ein Gesetz zur sozialen Teilhabe (GST) in der Bundesrepublik ein. Dies findet unsere uneingeschränkte Anerkennung und Unterstützung und soll durch unsere Mitgliedschaft zum Ausdruck gebracht werden und unsere Zusammenarbeit stärken. Wir freuen uns darüber, dass unser Vorsitzender, Ilja Seifert, erst kürzlich den“ Elke Bartz Preis“ erhalten hat.
Der ABiD protestiert gegen den Fünfzehnten Rundfunkstaatsvertrages und die geplante Abschaffung der derzeit bestehenden Befreiungstatbestände, welche eine weitere Belastung für Menschen mit Behinderungen bedeuten würde.
Außerdem sehen wir mit Sorge, dass es Tendenzen in der Gesellschaft und Rechtssprechung gibt, das Embryonenschutzgesetz aufzuweichen und die Präimplantationsdiagnostik  (PID) für zulässig zu erklären.  Das halten wir für ethisch bedenklich!
Die Delegierten des ABiD unterstützen mehrheitlich die Festigung und Entwicklung von Kontakten und Projekten zur internationalen Behindertenbewegung, insbesondere zu unseren Freunden in  den Osteuropäischen Staaten.  
Besonders möchten wir uns bei unseren Gastgebern für die gute Betreuung und Bewirtung im Begegnungszentrum bedanken.    
P. Braun, stellv. Vors., 23.10.10

• Datei: Rechenschaftsbericht_2010.pdf

Heißer Tanz auf Sohlen und auf Reifen
Am Sonnabend, dem 16. Oktober, fanden am Vormittag die Landesmeisterschaften und am Abend das große Rollstuhltanzfest in der ausverkauften Stadthalle statt. Seit 15 Jahren treffen sich Rollstuhlfahrer, begeisterte Anhänger und deren Freundinnen und Freunde, um bis in die Nacht zu Tanzen. Das 15. Tanzfest wurde auch in diesem Jahr vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland e.V. und von der AOK mit 5000,00 € unterstützt.
Herr Bluschke, Vorstansvorsitzender der AOK Mecklenburg-Vorpommern, übernahm schließlich auch die Schirmherrschaft! Dafür herzlichen Dank!
Ilja Seifert, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland war begeistert: "Es ist wichtig, dass wir zeigen, wie lustig, fröhlich, geschickt und wie lebensfroh wir sein können". Wir bedanken uns bei Steffen Klapper, dass er alles auf seinen Bildern  festgehalten hat und wir diese hier zeigen dürfen.
admin.P:B: 19.10.10
• Bilder von Steffen Klapper hier:

• Link: Bildergalerie vom Tanzfest in Neubrandenburg

• Datei: Artikel_NK_vom_18.10..pdf

Bild:ABiMV/PB Showtanzeinlage im Jahr 2007

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild:ABiMV/PB Showtanzeinlage im Jahr 2007

Rollstuhltanz in Neubrandenburg am 16. Oktober
Bei dieser barrierefreien Tanzgroßveranstaltung in der Neubrandenburger Stadthalle werden kreative Formations- und Showtänze von der Einstiegs- bis zur Leistungsklasse geboten. Die Tänzerinnen und Tänzer beweisen Jahr für Jahr Leistungswillen, Sportsgeist, Kreativität und Eleganz.
Überzeugen Sie sich selbst:
Wann: Am Sonnabend, dem 16. Oktober
Wo: In der Stadthalle Neubrandenburg
Beginn: 9.00 Uhr Landesmeisterschaft ab 12.30 Siegerehrung
Am Abend ab 18.00 Uhr große Tanzschauprogramm, anschließend Buffet und Tanzvergnügen für ALLE.
Kartenvorverkauf beim Neubrandenburger Behindertenverband e.V. unter Tel. 0395 3684930 und auch an der Abendkasse in der Stadthalle.
admin. P.B. 14.10.2010

Bild: ABiMV/PB/ Im Bahnhofshotel Mitglieder und Gäste an festlich gedeckter Tafel

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zum Vergrößern bitte hier klickenBild: ABiMV/PB/ Im Bahnhofshotel Mitglieder und Gäste an festlich gedeckter Tafel

20 Jahre Regionalverband Müritz e.V.
Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens hatte mich die Vorsitzende, Frau Hanni  Rossek, am 29.09.2010 nach Waren-Müritz eingeladen. Gerne folgte ich der Einladung zumal es eine gute Zugverbindung von Burg Stargard nach Waren gibt.
Auch dafür hat sich der Behindertenverband vor Ort eingesetzt, dass das Bahnfahren für Menschen mit Handicaps möglich ist. Da der Bahnhof Waren noch nicht vollständig barrierefrei ausgebaut wurde, hilft das Bahnpersonal.  
Eine Anmeldung über die Mobilitätsservicezentrale der DB ist daher  ratsam.
Fast alle Mitglieder des Regionalverbandes Müritz e.V. waren gekommen, um den 20. Vereinsgeburtstag im Bahnhofshotel zu feiern. Mit Freude und Stolz wurde ein Rückblick abgehalten und eine DIA-Schau gezeigt. Es ist wirklich beachtliches im Landkreis Müritz geschaffen worden. Und Besonders in Waren, Röbel und Malchow haben die Vertreter/innen des Behindertenverbandes immer darauf hingewirkt, dass öffentliche Gebäude, Straßen, Plätze und auch die touristischen Anlagen barrierefrei gestaltet wurden. Damit haben sie einen erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Städten und Gemeinden des Landkreises genommen, wovon alle Bürger/innen und natürlich auch die vielen Touristen und Unternehmen ihren Nutzen haben.
Ich überbrachte die besten Grüße und Glückwünsche des Landesvorstandes zum Jubiläum und den herzlichen Dank, für die Unterstützung bei unserer Interessenvertretung auf Landesebene.
P. Braun, 29.09.10    

Foto: ABiMV - Besuch in Ueckermünde am 16. Sept. 2010 über 25 Reisende mit Mobilitätseinschränkungen werden im Stadthafen von Marlen Deutsch und Barbara Mortensen vom BVUeckermümde e.V. begrüßt. 

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zum Vergrößern bitte hier klickenFoto: ABiMV - Besuch in Ueckermünde am 16. Sept. 2010 über 25 Reisende mit Mobilitätseinschränkungen werden im Stadthafen von Marlen Deutsch und Barbara Mortensen vom BVUeckermümde e.V. begrüßt.

Mobil ist anders - von einer nicht alltäglichen Zugfahrt!
Die Bahn versteckt sich noch hinter Barrieren. Die Mängelliste der Behindertenverbände ist lang. Nichts da mit "Die Bahn macht mobil, und zwar jeden". Ein schöner Werbeslogan, der im Alltag nicht greift. Tagtäglich erleben gehandicapte Menschen, dass sie eben nicht immer und überall hingelangen, ihnen Reisen verweigert werden, weil die Bedingungen an den Wunsch-Stationen nicht stimmen, keine Barrierfreiheit, kein Personal und auch kein Mobilitätsteam vor Ort ist.
Dabei hat die Bahn sich diese Pflicht nicht nur selbst auferlegt mit ihrem Werbeslogan. Sie ist als staatliches Unternehmen - immerhin beschreibt es sich als weltweit zweitgrößtes Transportunternehmen - dazu verpflichtet jedem uneingeschränkt Reisen zu ermöglichen. Fördermittel schließlich fließen zu Genüge. Sicherlich ist der Wille zu erkennen. Auch das Ziel der Bahn, bis 2015 zumindestens in Mecklenburg-Vorpommern 88 Prozent aller Bahnhöfe stufenfrei zu gestalten ist als kleiner Lichtblick zu werten. Zumindest wenn die Versprechen wirklich umgesetz werden. Das Debatten über den behindertengerechten Umbau eines Bahnhofes durchaus in einer Endlosschleife festhängen können zeigt eindrucksvoll der Fall in Neubrandenburg, der sich bereits 17 Jahre hinzieht. In der Zwischenzeit werden Milliarden in Prestigprojekte wie den Stuttgarter und Berliner Hauptbahnhof gesteckt. Pompös designed empfangen sie ihre Gäste. Brauch Bahnkunden das wirklich?
Die Gelder sollten sinnvoller verteilt werden, auch in kleine Stationen fließen. Vielleicht traut sich ein Bahnsprechen dann auch mal einen Selbsttest als Rollstuhlfahrer quer durchs Land zu.
Franca Niendorf ( NK vom 17.09.10 )
• Datei: Eine_nicht_ganz_alltaegliche_Zugfahrt_Test.pdf

Bild:ABiMV /MD Marlen Deutsch (vorn im Bild) zeigt uns die Stadt Ueckermünde

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Bild:ABiMV /PB Fachtagung in Schwerin Dr. Arnade bei ihrem Vortrag

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Empowerment und Lebensfreude
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freundinnen und Freunde,
das „Übereinkommen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ ( Convention on the Rights of Persons with Disabilities ) der Vereinten Nationen vom 13. Dez. 2006 (kurz: Die UN-Behindertenrechtskonvention) stand am 18. September im Mittelpunkt unserer Fachtagung. Frau Dr. Sigrid Arnade, die selbst als Vertreterin des Deutschen Behindertenrates an der Erarbeitung der Konvention in New York mitgearbeitet hatte, gab uns einen guten Einblick und machte uns auf verschiedene Probleme aufmerksam. Obwohl am 26. März 2009 die Konvention vom Bundestag und Bundesrat bestätigt wurde, steht die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Bundesrepublik, in den Ländern und in den Gemeinden noch ganz am Anfang. Herr Martin Marquardt berichtete über seine Erfahrungen als Behindertenbeauftragter der Stadt Berlin in den letzten 10 Jahren und über die Schwierigkeiten die Behindertenproblematik in der Senatsverwaltung zu etablieren. Besonders beeindruckten mich, die Lebensberichte von Erika Dittner und von Lolita und Marcus Graupner. Mit viel Elan überwinden sie ihre Probleme und vermitteln Kraft und Lebensfreude.
Bedenkenswertes gab es zum Schluß von Christian Schröder zu hören. Er regte uns an, über die eigenen Vorurteile und Barrieren nachzudenken.  
P. Braun, 18.09.2010            

Bild:ABiMV /PB Fachtagung in Schwerin

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