Gedenkpark

Virtueller Gedenkort
9. Nov. 2011
Mit diesem virtuellen Gedenk- und Informationsort will der Landesverband über die nationalsozialistischen ”Euthanasie”-Morde an über 300.000 Menschen mit einer geistigen Behinderung oder psychischen Erkrankung in Deutschland erinnern. Auf dem Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern setzen wir uns für eine angemessene Gedenkkultur ein.
Wir unterstützen die Bemühungen um angemessenes Gedenken und um Orte der Information und Besinnung.  
Interessierte Nutzer haben die Möglichkeit ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Trauer einzubringen.
admin.P.B. eingestellt am 13.01.2013
• Link: Gedenkort-T4.eu

Gemeinsame Aktionen zum Tag der Befreiung vom Faschismus
Am 8. Mai 2005 vor 60 Jahren ging der zweite Weltkrieg zu Ende! Anlässlich dieses Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus stehen wir den Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dem Völkermorden noch immer fassungslos gegenüber. Der Landesvorstand des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat zusammen mit Vorständlern, Mitgliedern und Freunden aus seinen Mitgliedsverbänden vor Ort an diesem Tag besonders der Menschen gedacht, die Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation wurden. Wir sehen uns in der Pflicht, an diesem Tag an den Mord und Totschlag von tausenden Menschen mit Behinderungen und / oder chronischen Erkrankungen in der NS Zeit in unserem Bundesland zu erinnern und der Opfer würdevoll zu gedenken! Deshalb haben wir am 8. Mai zum Gedenken und zur Mahnung in Alt Rehse am Gedenkstein, in Ravensbrück am Mahnmal, in Schwerin im Klinikum am Sachsenberg, in Stralsund am Klinikum, in Ückermünde am Klinikum und in Miedzyrzecz (im ehemaligen Meseritz-Obrawalde) Gebinde niedergelegt. Allen Teilnehmern sei dafür gedankt!
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Die Würde des Menschen ist doch antastbar!
Nachbetrachtung von P. Braun, 20.05.06

Vor dem Hintergrund von Alt Rehse hat die Sozialministerin des Landes, Frau Dr. Linke, am 20. Mai zu einem Kolloquium eingeladen, um die ethischen Grenzen in der modernen Medizin in den Mittelpunkt der historischen Aufarbeitung zu stellen.Dass dieses Thema hoch brisant und wichtig ist, haben die Beiträge und Diskussionen an diesem Tag gezeigt.

Das Hauptreferat von Dr. Manfred Richter-Reichhelm ( Bild ) legte schonungslos die Rolle der Ärzteschaft bei der Durchsetzung der NS- Rassenideologie offen. 40 000 Ärzte, Hebammen, Apotheker wurden in der Kaderschmiede Alt Rehse ab 1. Juni 1935 in der Rassenhygiene angeleitet. Mediziner haben später an Menschenversuchen ihre „Studien“ weiter betrieben oder an der Vernichtung im KZ im weißen Kittel teilgenommen.      

Medizin ohne ethische Grenzen wurde tagtäglich praktiziert. Die eigenen Patienten wurden den Gesundheitsämtern gemeldet oder gleich selbst tot gespritzt, wenn sie nicht den rassenhygienischen Vorstellungen der Herrenmenschen entsprachen oder auch nur einfach chronisch krank waren! In kurzer Zeit führte die Aktion T 4 zur Vernichtung fast aller chronisch kranker Menschen in den Psychiatrischen Kliniken in Deutschland.

Diese Tatsachen werden noch immer verschwiegen, vergessen und verharmlost!

Die Götter in Weiß im Mordkomplott der Nazis verwickelt! Unerhört! Dies wäre heute nicht mehr möglich, dies würden die Ärzte heute nicht mehr mitmachen, warf eine Ärztin ein. Zweifel wurden angemeldet, gibt es nicht heute bereits wieder Grenzüberschreitungen mit der Bioethik, der Genforschung, der Präimplations- oder der Pränataldiagnostik, bei der Sterbehilfe?

Beugen sich die Ärzte nicht einem Kostendruck, welcher die individuelle Gesundheit der Patienten in Frage stellt und deren Gesundheit der Gesundheitskasse opfert?

Alle Fragen lassen sich in so einem kleinem Kolloquium nicht klären und schon gar nicht nach 61 Jahren Schweigen und Verdrängen, zumal die Historiker noch keine genauen Erkenntnisse über Alt Rehse vorweisen könnten.

Herr Dr. Hans-Uwe Lammel, von der Uni Rostock, schätzt die Bedeutung und den Anteil der Ärzteführerschule für die Vernichtungsaktionen der Nazis eher als gering ein. Es standen lediglich auch nur 10 % - 15 % Rassenlehre auf dem Lehrplan. Internationale Gäste waren von der Schule und den Lehrplänen seinerzeit begeistert.

Die Teilnehmer des Kolloquiums und vor allem die Menschen, die sich seit Jahren um eine echte Aufarbeitung des schrecklichen Erbes bemühen, allerdings nicht. Sie wollten sich der Lehrmeinung des Historikers nicht anschließen, selbst wenn Herr Dr. Lammel nur das gelten läßt, was er weiß.

Im Universitätslehrplan der Uni- Rostock steht das Thema  Ärzteführerschule Alt Rehse jedenfalls noch nicht. Ich hörte mit Schrecken, wie in einer so traditionsreichen Uni wie Rostock mit der Historie umgegangen wird!

Meine Sorgen und Bedenken, dass die Würde des Menschen immer mehr in unserer Gesellschaft zur Disposition steht wurden im Kolloquium und auch vom Schlusswort der Ministerin nicht ausgeräumt!

Besonders beängstigt hat mich, dass sich alle darüber einig waren, medizinische Versuche an einwilligungsfähigen Personen selbstverständlich zu zulassen. Als wenn es Georg Büchners „Woyzeck“ nie gegeben hätte, der Mensch als Versuchskarnickel! Die Verletzung der Würde eines Menschen ist eine Verletzung der Würde der ganzen Menschheit, daran muss sich die Ethik in der Medizin messen lassen!

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In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?
Behindertenpolitik auf dem Prüfstand!
Eine Tag voller Gegensätze - Nachbetrachtung von P. Braun, am 29.05.06

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Diese Frage stand am Sonnabend, am 27. Mai, in Neubrandenburg ganz oben auf der Tagesordnung. Es war kein Zufall, dass die Bürger/innen des Reitbahn- und Vogelviertels sich auf Beschluss des Verwaltungsgerichtes Greifswald an diesem Tag dumpfe faschistische Parolen anhören mussten und sich im eigenem Wohngebiet, in der eigenen Stadt nicht mehr sicher fühlen konnten. Deutschland ist in schlechter Verfassung und es gibt vielfältige neofaschistische Aktivitäten und rechte Gewalt, die rassistisch motiviert sind und sich auch gegen behinderte Menschen richten. Angst und Schrecken werden verbreitet und Menschen werden schon wieder im öffentlichen Raum totgeschlagen. Die Politik schaut zu oder verharmlost die Gewalttaten als in aller Regel durch Alkoholeinfluss verursacht!

Heute lese ich in der Zeitung, die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, fordert mehr Zivilcourage gegen rechte Gewalt und rechtes Gedankengut.

Gut dass die Neubrandenburger sich zur Wehr setzten und den Rechtsextremisten an diesem Tag keine Chance ließen. Es war auch kein  Zufall, dass der Allgemeine Behindertenverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung sich an diesem Tag zu einer Tagung in Neubrandenburg traf, um die
Behindertenpolitik auf dem Prüfstand zu stellen und im Rückblick auf die jüngste deutsche Geschichte die gegenwärtige Situation zu analysieren. Dass der Aufmarsch und die Veranstaltung „Erinnern, Gedenken, Helfen, Gestalten – Behindertenpolitik auf dem Prüfstand“ am gleichen Tag stattfanden, war ein Zufall. Ein Zusammenhang sei angesichts der Aufrüstung der NPD aber durchaus gegeben, wie Dr. Martin Just von der Friedrich-Ebert-Stiftung bei seiner Begrüßung vor 35 Teilnehmern hervorhob. Diese Zusammenhänge sollten im Laufe der Tagung in vielfältiger Weise sichtbar werden.

Das unheilvolle Erbe – die Führerschule Alt Rehse -, in der Hitlers Helfer für die rassenhygienischen Ziele der Nazis ausgebildet wurden. Ärzte, Hebammen, Apotheker, Amtsärzte als Heiler und Henker.

Über 400 000 Opfer, die bis heute noch immer nicht als Opfer der Nazibarbarei anerkannt sind und statt dessen werden Überlebende und Angehörige schon wieder in unserer Gesellschaft stigmatisiert, wie Frau Hamm berichtete.

61 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus werden die Opfer von Zwangssterilisation und Patientenmorden in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht als NS – Verfolgte anerkannt. Sie kämpfen um ihre Rehabilitation, da das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, das sie als „lebensunwert“ selektierte und ihre Lebenswege zerstörte, nach über 70 Jahren immer noch nicht aufgehoben wurde, deshalb führt der Bund der „Euthanasie“ – Geschädigten und Zwangssterilisierten e.V. z.Z. eine Postkartenaktion „Weg mit den NS- Rassengesetz!“ durch.

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Kontinuität aber auch in der DDR - Ausgrenzung, Separierung und Sonderbehandlung der „Euthanasieopfer“ und Zwangssterilisierten in Anstalten. Als Opfer wurden nur Antifaschisten anerkannt!

Wer die Opfer nicht anerkennt, zieht keine Lehren aus der Geschichte und befördert heute, bewusst oder unbewusst, erneut Ausgrenzung, Verfolgung und Selektion. Auch aus diesem Grund ist die rechtliche Gleichstellung und die uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft eine nicht mehr aufschiebbare politische Forderung!

“Selbst ein SED-naher Behindertenverein durfte nicht gegründet werden”, wie Matthias Vernaldi erinnerte. “Erst die Wende eröffnete uns die Möglichkeit, die eigenen Geschicke in die Hände zu nehmen und die Gesellschaft mit zu gestalten. Es gab durchaus Verbesserungen für schwerstbehinderte Menschen, wenngleich es sicherlich immer schwierig war und ist, seine individuellen Ansprüche durchzusetzen“.

Allerdings müssen wir heute schon wieder aufpassen, dass die Errungenschaften des Sozialstaates nicht dem Rotstift und den vielen Reformen zum Opfer fallen.

Das Normalisierungsprinzip in der sozialen Arbeit – hat wie Enzio Dressel ausführt, zu keinem Paradigmenwechsel in der Behindertenarbeit geführt. Noch immer werden in Deutschland Anstalten und Heime besonders für Behinderte gebaut, inzwischen sind es 160 000 Plätze! Aber auch ältere Menschen werden in Pflegeheime abgeschoben, obwohl die ambulante häusliche Versorgung Vorrang haben sollte. Dagegen hat man in Schweden wirklich mit dem Normalisierungsprinzip ernst gemacht und kommt ohne Anstalten aus.

Chancengleichheit für ALLE – ist in unserer Gesellschaft noch immer keine Realität. Für die Ausgliederung von behinderten Menschen werden 92 % der sogenannten Eingliederungshilfen verwendet, dies sind immerhin 9,1 Milliarden Euro im Jahr 2004.

Dagegen wird die Einführung des trägerübergreifende Persönliche Budget nach SGB IX von den Behörden, den Politikern und der Wohlfahrtslobby gerne sabotiert und ein Landesbehinderten- gleichstellungsgesetz für Mecklenburg-Vorpommern wird seit 4 Jahren diskutiert und diskutiert! Wir fordern von den politisch Agierenden konsequente Maßnahmen und Gesetze, damit die rechte Gewalt endlich ein Ende hat und nicht Neonazis in deutschen Städten wieder aufmarschieren und den BürgerInnen und unseren Gästen Angst machen können.

Mit Demokratie hat dies wahrhaftig nichts zu tun!    
Wir solidarisieren uns mit den Forderungen aller Opfer der Nazibarbarei nach Anerkennung und Entschädigung!

Eine stärkere Beteiligung behinderter und älterer Menschen an der derzeitigen Ethik- und Wertedebatte ist notwendig, damit nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden wird. All zu oft müssen wir Ungereimtheiten in der Gesundheitspolitik, in der Rentenpolitik, in der Landes- und  Kommunalpolitik hinnehmen, häufig sind wir von Einsparungen und Kürzungen zuerst betroffen.

Viele behinderte und ältere Menschen können aus ihren eigenen Erfahrungen wertvolle Beiträge zu einer zukunftsorientierten Gesellschaft leisten. Wir müssen uns also einmischen und uns nicht aufs Altenteil ins Pflegeheim, in Sonderbehand- lungseinrichtungen oder an den Rand der Gesellschaft abschieben lassen und werden Veranstaltungen organisieren oder an ihnen teilnehmen, um uns verstärkt in die Diskussion einzuschalten, in welcher Gesellschaft wir zukünftig leben wollen.

Am Rande der Tagung konnten Interessenten mit einem behindertengerechten Bus nach Alt Rehse fahren. Herr Hansen, als neuer Miteigner, zeigte uns den „Lebenspark“ wie er ihn sieht, ein Erbe antretend voller Ideen und Tatkraft!

Es wird die Aufgabe des Vereines für die Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse e.V. bleiben, das die unselige Geschichte der Ärzteführerschule aufgearbeitet und nicht vergessen wird!

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Besonders habe ich mich gefreut, dass Mitglieder unseres Verbandes am 8. Mai die Reisestrapazen auf sich genommen haben und es sich nicht nehmen ließen, um am Tag der Befreiung vom Faschismus, einen Kranz am Landgericht Schwerin nieder zu legen. Am Landgericht wurden von 1933 bis 1945 durch ein Erbgesundheitsgericht und durch ein Sondergericht Menschenrechte massiv verletzt. Menschen, die sich ihre Mitmenschlichkeit nicht nehmen ließen und anderen halfen, sie versteckten oder ein Stück Brot gaben, wurden selbst Opfer und wurden von Sondergerichten zum Tode verurteilt. Diese sogenannten Sondergerichte wurden genauso wie die Erbgesundheitsgerichte am Landgericht Schwerin eingerichtet, um gnadenlos Andersdenkende und Andersseiende zu verurteilen. Wer nicht in die Norm der Herrenmenschen passte wurde zwangsweise sterilisiert oder umgebracht.

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Lesung mit Tino Hemmann - Der unwerte Schatz
Gegen das Vergessen der Kinder-Euthanasie im Rahmen der T 4 - Aktion hat Herr Hemmann in einem Roman eindrucksvoll angeschrieben. Wer diesen Roman einmal in den Händen hält legt ihn nicht mehr aus der Hand. Deshalb habe ich mich gefreut, dass ich den Autor persönlich in Neubrandenburg am 6. Mai 2006 begrüßen konnte.

Hugo Hassel wird Heiligabend 1931 in Leipzig geboren, bald schon ist er Vorzeigebeispiel für die arische Rasse, blond und blauäugig und außergewöhnlich intelligent. Dass der Vater eine weitere Tochter wünschte, bekommt Hugo schnell zu spüren.
Da ist Fritz, der Zwillingsbruder Hugos, der die Misshandlungen anstatt Hugo über sich ergehen lässt. Er ist Hugos bester Freund. Doch Fritz existiert nicht wirklich. Bei der obligatorischen Schuluntersuchung 1938 fällt Hugos ausgeprägte multiple Persönlichkeitsstörung auf. Fortan interessieren sich die Professoren der Leipziger Universität für Hugo, der wie die Gleichaltrigen seine Kindheit genießen will. Ein Professor der Abteilung für jugendliche Psychopathen hat jedoch anderes vor. Die Mutter muss das Kind an ihn abtreten. Sein Ziel, das Gehirn des kleinen Jungen nach dessen Vergasung zu untersuchen, um damit Berühmtheit zu erlangen, wird unterstützt durch die Manipulation eines Meldebogens im Rahmen der von Hitler gewünschten Euthanasieaktion T4 und der Legalisierung des Mordvorhabens.

• Link: Engelsdorfer Verlag

Unselige Anstaltstraditionen in Deutschland endlich beenden
Angemerkt von Peter Braun, am 14.02.2006
In dem Artikel „Heimkinder-Schicksale“ von Peter Wensierske am 11. Februar in SPIEGEL ONLINE, http://spiegel.de/panorama/0,1518,400215,00.html zeigt der Autor die menschenverachtenden Verhältnisse in deutschen Anstalten in der Nachkriegszeit bis in die sechziger Jahre auf. Über eine Millionen Menschen sind von ihrem Heimschicksal noch heute traumatisiert!
• Datei: AngemerktHeimschicksal.pdf

Heimschicksale im Petitionsausschuss des Bundestages
Fast drei Stunden lang hörte sich Mitte Dezember 2006 der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags die Lebensgeschichten ehemaliger Heimkinder an, die zwischen 1945 und 1975 in kirchlichen und staatlichen Fürsorgeanstalten Schläge, Demütigungen, Missbrauch, Schwerarbeit erdulden mussten. "Kein Tag, an dem ich nicht mit Angst ins Bett ging und mit Angst aufstand", berichtete Wolfgang Rosenkötter, der als Jugendlicher in Freistatt im Teufelsmoor frühmorgens mit Holzschuhen zum Torfstechen ausrücken musste.
"Der Verlauf der Anhörung war für uns durchaus zufriedenstellend", zieht der Sprecher des Vereins ehemaliger Heimkinder, Michael-Peter Schiltsky, Bilanz. Im neuen Jahr soll noch eine weitere Anhörung mit Experten stattfinden, bevor die Ergebnisse der Bundesregierung vorgelegt werden.
Aber das ist nicht alles. "Die Gesellschaft ist gut beraten," meint der Ansprechpartner des Vereins ehemaliger Heimkinder, Michael-Peter Schiltsky, "die alte Erziehungspraxis als Menschenrechtsverletzung zu ächten. Davon haben alle etwas, denn gewisse Probleme, gibt es immer, wenn Menschen ausgegrenzt und weggesperrt werden. Wir hatten damals selbst keine Lobby, keinen Anwalt. Aber wir können jetzt mit unseren Erfahrungen die Anwälte der Kinder, Jugendlichen und Alten von heute sein."
Vielleicht kann uns Herr Schiltsky helfen, die Anstaltsmauern niederzureissen hinter denen noch immer Menschen weggesperrt sind und werden, denn die Demütigungen und Menschenrechtsverletzungen gehen bis heute weiter.
P. Braun, gelesen und zusammengestellt am 28.12.06
• Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,456655,00.html
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