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Bild:ABiMV/PB. Reges Interesse im Audimax der Uni-Rostock (vorn im Bild Prof. Dr. Hans Wocken)
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Replik von Prof. Wocken auf die Thesen von Prof. Flaig zur Inklusion
Hans Wocken
Kulturverfall durch Inklusion?
Wider den „Rassismus der Intelligenz“

Am 5. Mai 2012 veranstaltete das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Rostock einen Inklusionskongress mit dem Titel „Das Menschenbild der Inklusion“ (Brodkorb/Koch 2012). Der Kongress wurde eingeleitet durch zwei Kurzreferate; das sog. Pro-Referat habe ich gehalten, das Contra-Referat Prof. Dr. Egon Flaig (2012). Das Contra-Referat hat über weite Strecken sich nicht mit dem gestellten Thema „Menschenbild“ auseinandergesetzt, sondern die Gelegenheit dazu genutzt, um eigene Ansichten über Inklusion im Allgemeinen vorzutragen. In meiner Replik habe ich mich scharf von den Contra-Thesen distanziert. Im Folgenden nehme ich noch einmal in zehn Punkten zu einigen ausgewählten Aspekten des Contra-Referates Stellung.

Leider ist das Pro-Referat von Prof. Wocken nicht in der Dokumentation des Ministeriums - Das Menschbild der Inklusion - enthalten, somit wird jetzt ein einseitiges Papier Contra - Inklusion in den Schulen des Landes verteilt. Wir hätten es nicht für möglich gehalten! Wir bedauern es sehr, dass Herr Prof. Wocken sich weigerte seinen Beitrag im Kongressband zu publizieren. Ich bedanke mich bei Prof. Dr. Hans Wocken, das wir nunmehr seine Replik hier veröffentlichen dürfen. Alle, die nicht selbst am Kongress teilnehmen konnten, können sich hier über Pro-Inklusion informieren und Rückenstärkung für die Inklusion finden:
angemerkt P. Braun, Landesvorsitzender, 18.09.2012

• Link: http://www.bildung-mv.de/Inklusion/index.html

• Datei: Flaig-Replik.pdf

Ambulante Versorgung in MV gefährdet!
Neubrandenburg, 12.07.2012
Zur Kürzung der Häuslichen Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern ab 1. August 2012 erklärt der Vorsitzende des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern „Für Selbstbestimmung und Würde“ e.V (ABiMV) Peter Braun:

Die Kürzung Häuslicher Krankenpflege gefährdet Ambulante Versorgung in MV

Mit großer Geschlossenheit haben Anfang Juli d.J. tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegediensten für den Erhalt der häuslichen Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern, u.a. in Rostock, Neubrandenburg, Schwerin und Wolgast demonstriert.
Auch  Mitglieder unseres Verbandes nahmen an den Demos teil.

Der Allgemeine Behindertenverband e.V. ist entsetzt über die ab 01. August erheblich gekürzten Leistungsentgelte im Bereich Häusliche Krankenpflege der AOK Nordost, IKK Nord, BKK-LV Nord-West, der Knappschaft und der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Mittel- und OstdeutschlandLandesverband Nordwest in Mecklenburg-Vorpommern.

Damit wird auf dem Rücken der Pflegekräfte und der Kassenmitglieder der Krankenkassen weiter kräftig eingespart, obwohl die Kassen inzwischen über milliardenschwere Rücklagen verfügen.
• Datei: Presseerklaerung_des_ABiMV_zur_Kuerzung_Haeuslicher_Krankenpflege_in_MV.pdf

Bild:ABiMV-PB.- Protestansprachen auf dem Rathausplatz
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Rettet die häusliche Pflege in MV!
Neubrandenburg, 04.07.2012
Mit großem Engagement und viel Kreativität haben heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegediensten für den Erhalt der häuslichen Krankenpflege in Mecklenburg-Vorpommern demonstriert. In Neubrandenburg ging die DEMO vom Haus der Gewerkschaften am AOK und BKK-Verwaltungsgebäude (An der Zigarre) vorbei bis zum Rathausplatz.
Die Ambulanten Pflegedienste der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie die Verbände der privaten Pflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern verhandelten seit über drei Jahren mit der AOK Nordost sowie den Betriebs- und Innungskrankenkassen zur Vergütung Häuslicher Krankenpflege. Hierzu hatte bereits der Landtag an die Krankenkassen appelliert, die Vergütungssätze nicht abzusenken. Trotzdem senken die Krankenkassen ab 01. August d.J. die Vergütungssätze bis zu 20 % ab.
Dies ist ja nicht nur für die Pflegedienste dramatisch sondern für die vielen Beitragszahler/innen bedeutet dies eine weitere Leistungskürzung.
Der ABiMV fordert die AOK Nordost, IKK Nord, BKK-LV Nord-West, die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse Mittel - Ostdeutschland auf ihre unverantwortliche „Preispolitik“ in der "Vergütung" der Häuslichen Krankenpflege ab 01. August zurückzunehmen und eine qualitätsgerechte Versorgung und Bezahlung im Land Mecklenburg-Vorpommern wieder abzusichern.
Bericht und Fotos: P. Braun, Landesvorsitzender, am 04.07.2012
Hier können Sie sich ein Bild über das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Pflegenden machen:

• Link: Bilder von der DEMO in Neubrandenburg

• Datei: DEMO_in_NB_Juli_4.pdf

Bild:ABiMV-PB-Groß-DEMO der Pflegedienste in Neubrandenburg am 04.07.2012
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Kürzung Häuslicher Krankenpflege gefährdet Ambulante Versorgung
Der Allgemeine Behindertenverband e.V. ist entsetzt über die ab 01. August geplanten Kürzungen im Bereich Häusliche Krankenpflege der AOK Nordost, IKK Nord, BKK Landesverband Nordwest u.a. in Mecklenburg-Vorpommern.

Damit wird auf dem Rücken der Mitglieder der o.g. Krankenkassen weiter kräftig eingespart, obwohl die Kassen inzwischen über Milliardenschwere Rücklagen verfügen.
Schon heute werden besonders  Ältere und Behinderte u.a. durch die Praxisgebühr, bei Zuzahlungen für Medikamente und durch nicht verordnungsfähige Verbandsmaterialien bis zur finanziellen „Schmerzgrenze“  belastet.  

Wir protestieren gegen die Absenkung der Vergütungen in der Häuslichen Krankenpflege und solidarisieren uns mit den Forderungen der Pflegedienste nach einer höheren Vergütung. Denn nur wenn sie wirtschaftlich arbeiten und angemessene Löhne zahlen können, werden die Ambulanten Pflegedienste auch zukünftig die häusliche Krankenpflege in der Fläche aufrecht erhalten können.    
Und das ist im Hinblick auf eine unabhängige Lebensführung in der eigenen Häuslichkeit für uns unverzichtbar!  
P. Braun, 04.07.2012
Lesen Sie hier weiter:
• Link: http://www.liga-mv.de/

• Datei: Presseerklaerung_des_ABiMV_zur_Kuerzung_Haeuslicher_Krankenpflege_in_MV.pdf

Bild:ABiMV Am Bahnhof Warnemünde durch die Unterführung nur noch 200 m bis zum Pier - aber für Rollifahrer/in 3,3 km Umleitung
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Mahnwache in Warnemünde - gegen Sperrung des Bahnüberganges!  
Im Zuge einer direkten Verbindung für KFZ, wird der schienengleiche Übergang im Ortskern geschlossen. Dies hat zu Folge, dass Treppenmeider (Rollinutzer, gehbehinderte Menschen, Eltern mit Kinderwagen etc.), die von der Fähre (Hohe-Düne) oder als Touristen der Kreuzfahrtliner oder Nutzer der Deutschen Bahn AG (Gleis 6), ankommen und den historischen Ortskern zum Einkaufen nutzen wollen oder aus arbeitstechnischen Gründen zwischen den Stadtteilen Hohe-Düne / Markgrafenheide pendeln, unzumutbare Entfernungen zurücklegen müssen.
Waren es bisher rund 1.300 Meter Umweg sind ab sofort mehr als 3.3 Kilometer (jeweils einfache Wegstrecke) zurückzulegen. Das stellt nach geltendem Recht eine Diskriminierung dar. Dazu kommt, die geschaffene Unterführung am S-Bahnhof „Werft“ entspricht nicht den Vorgaben für öffentliche Bauwerke. So verfügt die Rampe, ca. 40 Meter Länge, über keine vorgeschriebene Plattformen. Bedingt durch die kombinierte Nutzung, Fußgänger und Radfahrer, sind taktile Informationen zwingend vorgeschrieben. Diese fehlen gänzlich. Zusammenfassen ist zu bemerken, dass die Unterführung für Menschen mit Sinnes- und/oder motorischen Einschränkungen fast nicht nutzbar ist.
OB Methling hat, anlässlich der Eröffnungsfeier, den an der Mahnwache beteiligten Betroffenen zugesagt, bis einschließlich KW 47/2011 einen geeigneten Übergang zu schaffen. Dies erfolgte im Beisein von Herrn Minister Backhaus
Quelle: Information Helge Blankenstein

• Link: Link

Sprachlose Bundesregierung
Drei Fragen an die Bundesregierung und keine Antworten
Als Bundestagsabgeordneter hat Ilja Seifert, unser ABiD-Vorsitzender, die Möglichkeit, der Bundesregierung schriftliche und mündliche Fragen zu stellen, die dann von den jeweils verantwortlichen Ministerien beantwortet werden müssen. Die Antworten lassen
viele Fragen offen, wie drei aktuelle Beispiele zeigen:
1.) Die Bundesregierung steht zwar einer Umgestaltung des Schwerbehindertenausweises in ein handlicheres Format positiv gegenüber, verweist aber auf die Zuständigkeit der Länder.
2.) Zur durchschnittlichen Verweildauer von Menschen mit Behinderungen in
Werkstätten hat die Bundesregierung keine genaueren Daten. Immerhin stellt
sie fest, dass die Mehrzahl der Menschen mit Behinderungen zum Zeitpunkt
des Eintritts in eine Werkstatt jünger als 30 Jahre ist und in der Regel bis zum
Erreichen des Renteneintrittsalters in der Werkstatt für behinderte Menschen
beschäftigt ist. Somit verweilen also viele Menschen mit Behinderungen mehr
als 30 Jahre in einer Werkstatt.
3) Auf die Frage nach dem Diskussionsstand innerhalb der Kultusministerkonferenz
(KMK) zu inklusiver Bildung - seit längerem werden Ergebnisse angekündigt
- heißt es lediglich „Nach Kenntnis der Bundesregierung soll ein erster Entwurf der überarbeiteten sonderpädagogischen Empfehlungen in den nächsten Monaten in den zuständigen Gremien der KMK beraten werden. Zur genauen Zeitplanung bitte ich Sie, sich direkt an das Sekretariat der KMK zu wenden.“
admin.P.B. eingestellt am 12.11.10

Inklusive Schule ist kein Sparmodell!
Inklusion bedeutet das gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen in allen Bereichen des Lebens. Über lange Zeiträume ist dieser Gedanke in Deutschland sträflich vernachlässigt worden, so dass Alter und Handikap in verschiedensten Formen ausgegliedert wurden. Und obwohl Deutschland  der UN- Behindertenrechtskonvention beigetreten ist, werden immer noch falsche Zeichen durch den Bau neuer Heime und den geplanten Abbau sozialer Sicherungssysteme gesetzt.
Der vielfach verkündete Paradigmenwechsel kann nur Wirklichkeit werden, wenn alle Menschen, die nun gemeinsam leben sollen, dort auch ankommen. Deshalb muss die gesamte Entwicklung von Aufklärung und Transparenz begleitet werden. Ansonsten fürchten die Eltern der Kinder mit Handikap, dass ihre Kinder den geschützten Raum verlieren und die anderen Eltern haben Angst, dass die Bildung ihrer Kinder leidet, wenn sie mit Menschen lernen, die einen großen Unterstützungsbedarf haben.
Diskussionspapier des ABiMV / Christiane Baller, 23.10.2010
Lesen Sie hier weiter:
• Datei: Stellungnahme_des_Allgemeinen_Behindertenverbandes_in_M.pdf

Bild:Quelle European Network on Independent Living
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Ambulant vor Stationär -  Im Prinzip ja -  aber?
Mit der UN- Behindertenrechtskonvention werden alle staatlichen Organe gemäß Artikel 4 dazu verpflichtet, „die Verwirklichung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle Menschen mit Behinderungen ohne jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu gewährleisten und zu fördern.“ Die politischen Entscheidungen und alle Rechtsakte, die unmittelbar und  mittelbar die Belange von Menschen mit Behinderungen berühren, müssen sich nunmehr an dieser Forderung messen lassen. Dies gilt ganz besonders für die Sozialgesetzgebung.
Seit der Einführung der Pflegeversicherung (SGB XI) im Jahr 1995 setzt sich der ABiMV e.V. für die Umsetzung des Vorrangs der häuslichen Pflege ein. Niemand soll gegen seinen Willen im Heim oder in einer Anstalt leben müssen, auch nicht, wenn er/sie/es auf Pflege angewiesen ist.
Im Elften Buch ( SGB XI – Soziale Pflegeversicherung ) ist der Vorrang der häuslichen Pflege gemäß § 3 bestimmt: Die Pflegeversicherung soll mit ihren Leistungen vorrangig die häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft der Angehörigen und Nachbarn unterstützen, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können. Leistungen der teilstationären Pflege und der Kurzzeitpflege gehen den Leistungen der vollstationären Pflege vor.
Der Bundesgesetzgeber erkennt hiermit durchaus an, dass Menschen mit Pflegebedarf besser zu Hause aufgehoben sind. Ambulant vor stationär heißt deshalb das Prinzip! Aber wie das mit Prinzipien und Bundesgesetzen so ist, sie gelten häufig nur grundsätzlich oder auf dem Papier!
Obwohl in Deutschland zweidrittel der Pflegebedürftigen zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt werden, erhalten sie  nur ein geringfügiges Pflegegeld, welches erheblich geringer ist als für die Pflege im Heim. Menschen im Heim werden finanziell wesentlich besser unterstützt, weil der staatliche Drang zur Bevorzugung und zur Institutionalisierung der Pflege ungebrochen ist. Dass dies ein speziell deutsches Problem ist, wird deutlich, wenn man die Pflegesysteme in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz betrachtet (siehe hierzu auch Pflegeübersicht im Anhang).
In der Bundesrepublik Österreich erhalten die Pflegebedürftigen monatliche Pflegeleistungen in sieben Pflegestufen. Ob jemand zu Hause oder im Heim gepflegt wird, macht dabei für die Höhe des Pflegegeldes keinen Unterschied. In beiden Fällen ist das Pflegegeld je nach Einstufung gleich. Außerdem werden für die häusliche Pflege durch Betreuungskräfte zusätzlich bis zu 550,- € als Zuschuss bereit gestellt.  
Die Schweiz geht einen großen Schritt weiter. Die aktuellen Sätze der „Hilflosenunterstützung“ unterscheiden deutlich zwischen Leistungen für Heimbewohner und zu Hause Gepflegten. Das Pflegegeld für die Pflege zu Hause ist fast doppelt so hoch, wie im Heim. Hier wird wirklich dem Prinzip „Ambulant vor Stationär“ Rechnung getragen, denn damit erhöht sich die Chance, dass die Familienangehörigen die Pflege übernehmen  und die Pflegebedürftigen zu Hause bleiben können.
Deutschland kann von Österreich und der Schweiz einiges lernen, wie häusliche Pflege organisiert und finanziert werden kann! Eine Pflegereform, die ihren Namen verdient, ist in Deutschland längst überfällig, vorher jedoch sollte das Prinzip „Ambulant vor Stationär“ endlich durchgesetzt werden!
angemerkt P. Braun, 09.01.10
• Link: weitere Informationen hier zum ENIL:

• Datei: PflegeleistungenUebers10.pdf

Leben mit Behinderungen in MV
Zahl der behinderten Menschen in M-V steigt weiter an!
Die Zahl der Menschen mit Behinderungen ist im Jahr 2009 in Mecklenburg-Vorpommern weiter angewachsen. Galten im Jahr 2008 noch 280.000 Bürgerinnen und Bürger als behindert, waren es zum Jahresende 2009 etwa 11.000 Menschen mehr ( 291 000 ) als im Vorjahr, dies sind cirka 17 Prozent der Einwohner des Landes. Das geht aus der Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) hervor.
Dort wurden im Jahr 2009 etwa 42.000 Anträge zur Feststellung einer Behinderung abschließend bearbeitet, 6000 Anträge mehr als im Jahr 2008. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern rangiert in Sachen „kurze Bearbeitungszeiten“ im Bundesvergleich auf Platz zwei.

Auch die Zahl der Menschen mit schweren Behinderungen steigt weiter: von 190.000 (2008) auf 196.000 (2009). Etwa 152.000 dieser Menschen sind im Besitz eines gültigen Schwerbehindertenausweises. Als schwerbehindert gelten Menschen mit einem Grad der Behinderung von mehr als 50 GdB. Im vergangenen Jahr wurden im Lagus 42 000 Anträge zur Feststellung einer Behinderung bearbeitet. Dies sind 17 Prozent mehr als 2008.
admin.PB. 09.01.10
Quelle: LAGUS
• Link: weitere Informationen hier

Bild: ABIMV/PB Experten im Gespräch
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Älter werden mit Behinderung in MV
Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e.V. ( LVG ) hat am 30. September zum Expert/Innengespräch nach Rostock eingeladen.
Herr Dr. Heinz Trommer, Ehrenvorsitzender der LVG und mittlerweile selbst über 80 Jahre alt, beschäftigte sich sehr intensiv mit dem Thema und stellte in seinem Vortrag 11 Thesen zur Diskussion.
Mit ganz verschiedenen Menschen aus ganz verschiedener Sichtweise entwickelte sich eine interessante Diskussion.
Probleme beim Älter werden gibt es viele.
Ganz besonders mangelt es an barrierefreien Wohnungen, an ambulanten Betreuungsangeboten und gemeindenahen Unterstützungsangeboten, selbst ein Arztbesuch wird für ältere Menschen mit Behinderungen zum Problem und ist nicht selbstverständlich, da flexible Mobilitätshilfen fehlen.
Damit alte Menschen mit Behinderung ebenso wie alle anderen selbstbestimmt leben und am Leben in der Gemeinde teilhaben können, sind die Lebensbedingungen in den Gemeinden zügig zu verbessern. Damit auch finanzielle Ressourcen frei werden fordert der ABIMV e.V. seit langem ein Moratorium zum Heimausbau in MV. Es ist völlig unsinnig weiter an der stationären Unterbringung von alten Menschen festzuhalten, denn es ist nicht nur finanzpolitisch ein Irrweg sondern auch für die Menschen unerträglich. Menschenwürde ist unteilbar und darf auch im Alter nicht zur Disposition gestellt werden.
Bericht und Foto P. Braun, 05.10.09  

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